Wandern an der Mosel

1. Einleitung
2. Römersteig
3. Layensteig Strimmiger-Berg
4. Geierlay
5. Pyrmonter Felsensteig
6. Baybachklamm
7. Burg Eltz
8. Murscher Eselsche
9. weiterführende Links

 

 
Einleitung
Nachdem wir nun zwei Jahre hintereinander im Saarland bzw. an der Saarschleife zum Wandern gewesen sind, orientierten wir uns 2017 etwas östlicher, um eine neue Auswahl an Wanderungen in Reichweite zu haben. Ausgangspunkt war diesmal die Stadt Cochem und auch das Saarländer Mega-Event wurde in die Planungen mit einbezogen. Auf Grund des neuen Zielgebiets rückten diesmal auch neben den Traumschleifen auch die Traumpfade in den Fokus. So war es wie die letzten Jahre auch: die Liste mit potentiellen Wanderungen war größer als die Urlaubstage und letztlich blieb es überwiegend bei altbewährtem: größtenteils sind wir wieder Traumschleifen gelaufen.

 
Römersteig
Am Anreisetag nahmen wir uns für den Nachmittag gleich eine kleine Tour Moselaufwärts vor. Leider hatten wir die Entfernung etwas falsch eingeschätzt, mit den ganzen Flusskurven und -schleifen ist man gleich mal länger unterwegs. Ziel der ersten Tour war ein Abschnitt des Römersteigs bei Trittenheim. Wir orientierten uns dabei am Multi Römersteig-Impressionen. Der Multi selbst ist eine Einbahnstraße, wir haben uns dann selbst (siehe Karte), einen kleinen Rundweg gebastelt und so noch zwei Tradis mitgenommen. Trotz der Kürze von knapp 5km sollte man den Weg nicht unterschätzen. Vor allem zu Beginn und im Mittelteil ist der Weg sehr steil, teilweise schmal und mit losen Schieferbruchstücken belegt. Trittsicherheit und festes Schuhwerk sind hier wirklich wichtig. Der Cache selbst ist einfach und so kann man sich ganz auf den Weg und die Landschaft konzentrieren.

 

 

 

Layensteig Strimmiger Berg
Für den ersten richtigen Urlaubstag wählten wir eine besondere Traumschleife aus: Layensteig Strimmiger Berg. 13,8km, 465 Höhenmeter, 87 Erlebnispunkte und die Einsteifung als schwer reichen zwar noch nicht, um von einer besonderen Wanderung zu sprechen, die drei (umgehbaren) Klettersteigabschnitte aber schon! Als Unterstützung zur Routenführung nutzten wir nicht nur den GPS-Track sondern auch den passenden Multi. Mit dem Zuweg vom Parkplatz kommt man dann auf über 15km. Mit Pausen und Beifang waren wir über 5h unterwegs, ein ordentlicher Einstand für die erste Tour. Weitere Caches im Verlauf der Tour sind der Tradi Eifelblick, der Multi Durchblick – bei dem wir leider kein Glück hatten -, der Earthcache Kerbtäler im Moselhunsrück, und die Tradis Keltenblick, Kanzelblick und Lost Place Schieferschlucht. Die Wanderung selbst ist eigentlich so, wie auf der Webseite der Traumschleifen beschrieben: weite Landschaften, schmale Pfade und schöne Bachläufe. Eine ideale Basis für eine schöne Wanderung, aber als sprichwörtliches Zuckerl gibt es dann noch die Klettersteigpassagen oben drauf, die sich alle im letzten Drittel des Multis befinden.


 
Geierlay
Brückentag im wahrsten Sinne des Wortes. Unser Ziel war Deutschlands ehemals längste Hängeseilbrücke und da dieser Freitag wirklich ein Brückentag war, waren wir nicht allein unterwegs. Als Wegführung orientierten wir uns am Cachetrail Geierlay Runde (exemplarisch hier die #1): 12 Tradis, ein kurzer Multi und ein Bonus. Unterwegs wartet noch der Tradi Mörsdorfer Kreuz und der Multi Hol dir den Kick. Ungefähr 7km hat die Tour, die einen natürlich auch direkt über die 360m lange Brücke führt. Die Geierlayrunde nimmt am Anfang einen alternativen Weg und so ist man bis zur #7 etwas abseits der Touristenströme unterwegs. Dafür ist dann der Weg von der Brücke zurück zum Parkplatz an besucherstarken Tagen umso voller.

 

 

 
 
Pyrmonter Felsensteig
Nach dem wanderfreien Samstag, den wir am Losheimer See beim Megaevent Maije im Saarland verbracht haben, war für den warmen Sonntag wieder eine Tour geplant. Mit dem Pyrmonter Felsensteig stand Deutschlands schönster Wanderweg 2015 auf dem Programm. 11,6km, die Höhenmeter variieren je nach Track zwischen 300 und 360m. Die Schwierigkeit wird mit mittel angegeben, für uns war es aber eine durchaus schwierige Tour. Wir entschieden uns für einen alternativen Startpunkt am Zufahrtsweg zur Burg Pyrmont und dem Tradi Blick auf Burg Pyrmont (wie man die Burg von dort sehen soll, weiß ich allerdings nicht). Ab hier ging es nun auf dem offiziellen Wanderweg weiter, nächster Stop war der Tradi #5 des Pyrmonter Felsensteigs.  Ein schmaler Weg führt hier langsam ins Tal hinab, auf den Felsen gab es allerlei Eidechsen in der Sonne zu entdecken. Die Nummerierung der Tradis ist etwas seltsam, wir wanderten jedenfalls hinab bis zur Mühle (ein tolles Fotomotiv) und im Anschluss wieder nach oben auf die Hochfläche. Hier folgte nun der Grund, weshalb es für uns eine schwierige Wanderung werden sollte: 4km in der prallen Sonne ohne jeden Schatten und das bei über 30°C. Ein sehr eintöniger Abschnitt, der sich auch ziemlich zieht. Erst nach dem Abstieg ins Tal der Elz macht es wieder mehr Spaß. Die Wahl zum besten Wanderweg kann ich nicht ganz nachvollziehen, die 4km auf den grob geschotterten Feldwegen ohne Schatten trüben das Erlebnis doch recht stark

 
Baybachklamm
Auf Grund der anhaltenden Wärme suchten wir uns eine Wanderung auf der Traumschleife Baybachklamm aus, in der Hoffnung, dass es am Bach und im Wald etwas kühler sein könnte. Beeindruckende 93 Erlebnispunkte, 10,5km und laut offizieller Seite 413 Höhenmeter. Wir entschieden uns für einen alternativen Einsteig an der Schmausemühle, hier startet auch der passende Multi FIB #20 Traumschleife Baybachklamm. Die größte Schwierigkeit bestand eigentlich darin, den richtigen Weg zur Mühle zu finden. Abhängig von der Himmelsrichtung führt eine Straße von Gondershausen zur Mühle oder man nimmt den Waldweg der von der K31 zwischen Heyweiler und Sabershausen abzweigt (ist ausgeschildert, man glaubt es kaum, aber man kommt wirklich bis zur Mühle). Los gehts von der Mühle direkt ins Tal des Baches und schon nach einigen hundert Meter kommt Klammfeeling auf. In den Fels geschlagene Stufen, Metalltritte, Drahtseile zur Sicherung, damit hatten wir so gar nicht gerechnet, hat aber natürlich viel Spaß gemacht. Unterwegs gibts noch einige Tradis und einen Earthcache (siehe Karte) zum Suchen und eine traumhafte Wanderung auf teils schmalen Pfaden mit schönen Aussichtspunkten.
Eine richtige Traumtour, durchaus fordernd stellenweise, aber durchweg zu empfehlen!


 

 
Burg Eltz
Anstatt den Traumpfad Eltzer Burgpanorama abzuwandern, entschieden wir uns, uns an den Empfehlungen für den Multi Wilde Kreaturen zu orientieren und so noch allerlei Tradis unterwegs einzusammeln, z.B. diverse Waldgeister oder den Klassiker Medieval View. Vorteil: viele Dosen, Nachteil: nicht das beste Wandererlebnis. Am Ende hatten wir 14 konfuse Kilometer auf der Uhr, davon 2km auf dem asphaltierten Fahrweg zur Burg. Nicht die beste Tour im Urlaub, dafür immerhin 14 Dosen. Karte gibts keine, wir möchten ja nicht die Stages des Multis verraten. Dieser ist absolut empfehlenswert, bringt einen aber leider etwas umständlich und nur mit einigen Extrametern zur Burg.


 
Murscher Eselsche
Unsere letzte Wanderung des Urlaubs führte uns nach Morshausen zur Traumschleife Murscher Eselsche. 10,8km, 366 Höhenmeter und 86 Erlebnispunkte. Klingt doch ganz gut zum Abschluss. Wer einen Blick auf das Höhenprofil wirft, stellt aber fest, dass es zu Beginn nur abwärts geht und dafür am Ende natürlich nur aufwärts. So gestaltet sich der Abschluss der Tour doch recht anstrengend, empfehlenswert ist sie aber trotzdem! Als Leitfaden diente uns der Multi Träum mit dem Eselchen, der uns noch an sieben Tradis (siehe Karte) vorbeigeführt hat. Vom Dorf aus führt einen der Weg über die Felder zum Wald, wo sich der historische Zechenpfad langsam nach unten, vorbei an den Erzstollen, ins Baybachtal schlängelt. Es folgen 3 gemütliche Kilometer am Bach entlang, vorbei an der Forellenzucht, dem alten Zechenhaus und einigen einsam gelegenen Häusern, bis es nach der neuen Holzbrücke wieder nach oben Richtung Eselsche geht. Leider wurde die markante, an einen Esel erinnernde, Felsnase abgesprengt. Der Weg schraubt sich nun steil und schmal wieder aus dem Baybachtal nach oben, mehrere Aussichtspunkte laden hier zu einer kleinen Pause ein. Oben angekommen geht es dann recht entspannt zurück zum Dorf.


 

 

weiterführende Links

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