Ich kenne meine Pappenheimer

„Ich kenne meine Pappenheimer“,  diese Redewendung ist wohl vielen geläufig und wird genutzt wenn man schon ahnt oder weiß, was man von bestimmten Personen zu erwarten hat, meist nichts Gutes. Im Mittelalter war das noch anders, es war ein Lob für den Mut und die Entschlossenheit, mit der Gottfried Heinrich zu Pappenheim und seine Soldaten im Dreißigjährigen Krieg kämpften. Pappenheim und Pappenheimer gibt es auch heute noch, die kleine Stadt liegt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen in Mittelfranken. Sie war Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung.

Kurzinfo:

  • Parkplatz: Beckstraße in Pappenheim
  • Länge: 11km
  • Dauer: laut Wanderbuch 2h 30min, mit Cachen, Besichtung und leicht geänderter Wegführung 3:50h (wobei ich 2:30h schon für recht sportlich erachte)
  • Höhendifferenz: laut Wanderbuch 285m (andere Wegführung 320m)
  • Wegmarkierungen: 5, 9 und Altmühltal Panoramaweg
  • Caches ohne Umweg: fünf Tradis

Ausgangspunkt der Wanderung ist diesmal die Kreuzung Beckstraße/Obere Bergstraße in Pappenheim, hier sollte sich ein Abstellplatz für das Fahrzeug finden lassen. In der Nähe gibt es auch eine Wanderwegstafel, hier kann man sich einen ersten Überblick verschaffen, auf dem hier einmündenden Waldweg werden wir später auch zurück kommen. Zunächst geht es also bergauf und man kann, parallel zur Bergstraße auf einem Pfad durch die Reste einer Allee laufen. Je nach Witterung bietet sich von hier schon ein Blick auf die imposante Burganlage. Bei uns war es leider ziemlich nebelig und nur schemenhaft zu erkennen.

Burg im Nebel

Weiter auf der geteerten Straße Richtung Zimmern bis man die Kreuzung Drei Linden erreicht. Hier zweigen sich nun mehrere Wege, ein kurzer Blick aufs GPS ist sinnvoll, sonst erwischt man vielleicht den Rückweg, denn man kommt im weiteren Verlauf noch mal hier vorbei. Der linke Weg Richtung Wald ist der richtige, auch die Infotafel zum Trockenrasen lassen wir rechts liegen.

Kreuzung Drei Linden

Der erste Tradi kommt auch in Reichweite, lasst euch nicht von der T-Wertung täuschen, das ist mindestens ein T4, die Dose hängt auf 5-6m in einem Kletterbaum. Da wir eigentlich zum Wandern unterwegs waren und der Baum durch den Nebel noch recht rutschig war, haben wir auf den Punkt verzichtet und sind weiter nach oben marschiert. Der folgende Teil der Wanderung ist doch etwas eintönig, man folgt relativ breiten Forstwegen. Erst ab der Abzweigung zum Hollerstein wird es wieder interessant: der Weg wird zunehmend schmaler und nach kurzem Fußmarsch erreicht man auch den Aussichtsfels.

Hollerstein

Nun folgt die Belohnung für den Aufstieg durch den Wald: auf einem schmalen Pfad geht es etwas nach unten und an der Kreuzung rechts halten nach Pappenheim (nicht weiter nach unten laufen). Der Pfad bleibt weiterhin schmal und führt durch den Trockenrasen am Hang entlang wieder zur Kreuzung an den Drei Linden.

Trockenrasen und der schmale Pfad

 

Diesmal links halten und auf der Höhe wieder zurück nach Pappenheim laufen. Auf diesem Weg liegt auch der zweite Cache, diesmal passenderweise auch als T4,5 gelistet. Auch diesen Punkt haben wir liegen lassen, nachdem wir die Dose von unten nicht mal erspähen konnten. Weiter auf den Überresten eines Naturlehrpfads, einfach der Beschilderung mit der Spinne folgen auf einem verschlungenen Pfad nach unten folgen.  Auf der Hälfte hält man sich rechts und läuft am Hang entlang Richtung Kletterwald. Im Winter kann man hier auch immer wieder die Burg zwischen den Bäumen erkennen.

Burg Pappenheim

Nach dem Kletterwald führt ein Weg über einige Stufen nach unten zur Altmühl, über die Brücke und schon hat man wieder den Ort erreicht. Wir entschieden uns hier nun von der Route im Wanderführer abzuweichen und die Burg zu besuchen, welche im Winter leider geschlossen ist. Also vor dem Besuch die Öffnungszeiten checken.

Blick durchs verschlossene Tor

Wir nahmen den selben Weg wieder nach unten bogen dann aber an der Verbindungsmauer zwischen Stadt und Burg nach links ab und nahmen die Treppen hinauf (Kanonenweg), durch die Mauer und weiter Richtung Tradi. Von hier oben hat man einen guten Ausblick auf die Altstadt und man kann auch das letzte Ziel der Wanderung am gegenüber liegenden Berg ausmachen: den Aussichtspavillon. Zunächst aber folgten wir dem Schloßberg wieder nach unten in die Stadt, kurz nach der Altmühlbrücke wartet auch schon die vorletzte Dose der Runde in der Nähe der Kneippanlage. Nach erfolgreichem Fund der Straße Richtung Rothenberg folgen und nach dem Gasthaus Grüner Baum den rechten Weg nach oben nehmen, den Wegweisern „Weinberg“ folgend. Dieser verzweigt sich nochmals, hier dann rechts halten und nicht den Weg mit den Stufen nehmen. Vorbei an einigen Wochenendhäuschen führt eine Allee nun hinauf zum Pavillion.

die Allee auf den Weinberg

Oben angekommen kann man den letzten Cache der Tour unterhalb des Pavillons suchen und natürlich auch etwas die Aussicht auf Pappenheim und die Burg genießen. Bei uns kam dann leider auch schon langsam wieder der Nebel auf.

Burg Pappenheim mit viel Photoshop gegen den Nebel

Wir verließen den Weinberg, vorbei am Sendemast, kurz darauf zweigt ein Weg spitz nach rechts ab und über mehrere Serpentinen geht es hinunter ins Tal, diesem folgt man zurück zur Stadt und erreicht den Ausgangspunkt an der Wandertafel.

Fazit: Trotz des Wetters definitiv eine der besten Touren bisher. Angenehm zu laufen, schöne Ausblicke und einen tollen Trailabschnitt im Bereich des Trockenrasenhangs. Die Burg ist ein weiteres Highlight, schade, dass sie bei unserem Besuch geschlossen war.

 



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