Dosensuche rund um Koblenz

Dosen wie diese …

Über das Megaevent in Koblenz wurde und wird im Netz ja fleißig geblogt und berichtet. alulein und ich waren natürlich auch in Koblenz und haben das Eventwochenende gleich mit einem kleinen Urlaub verknüpft. Deshalb soll es hier auch nicht ums Event gehen, zu dem Thema gibts genug, sondern um einige schöne Caches, die wir vor der Megasause, so zu sagen in der Ruhe vor dem Sturm, finden konnten!

Dank des wechselhaften Wetters entschieden wir uns, am Anreisetag zwei Multis in der Stadt bzw. in Stadtnähe zu suchen. Auf Empfehlung eines Koblenzer Cachers machten wir uns zunächst daran, den Kriminalfall hinter CSI5 – Skandal in Koblenz zu lösen. Völlig ungewohnt wurde dieser Multi (kein wherigo!) größtenteils mit dem Smartphone gespielt. Man bekommt seine Aufträge mittels Videos und Fotos auf Internetseiten. So wird man von Stage zu Stage geführt und kann sich aus der richtigen Antwort die URL für die nächste Stage basteln. Tolle Idee, schöne Umsetzung und von der Stadt hat man dabei auch gleich noch was gesehen!

Koblenz - vier Türme

Nachdem wir mit dem Owner gute Erfahrungen gemacht hatten, ging es gleich weiter zu CSI: Koblenz 4 – Mord an der Schleuse. Hier wurden wir ebenfalls nicht enttäuscht. Auch wenn mir die Wegstrecke weiter als 5km vorgekommen ist, hat auch dieser Multi viel Spaß gemacht. Die Aufmachung war diesmal so wie bei anderen CSI-Caches. Mir gefällt es, wenn man bei den Hinweisen etwas ums Eck denken muss und es erst Klick macht, wenn man eigentlich schon davor steht.

An der Mosel

Für den Mittwoch war angenehmes, beständiges Wetter angesagt, ideale Voraussetzungen für einen Wandermulti. Die Wahl fiel, wiederum nach einer Empfehlung, auf James Bond – Liebesgrüße aus Alken. Dass wir den Owner bereits kannten, bemerkte ich allerdings erst später. Ein toller Wandermulti mit Agentenfeeling, der ohne Technikstages auskommt, aber dennoch zu begeistern weiß. Kreative Stages und tolle Ausblicke, genau so sollte meiner Meinung nach das Cachen sein!

Gleich hinter Alken erstreckt sich das „field of fame“, eine Tradiansammlung vergleichbar mit unseren Ehrentafeln hier im fränkischen Land. Von so Häufungen halte ich persönlich überhaupt nichts, aber die eine Dose mit 1227 Favoritenpunkten (Stand 08.07.13) und ein kleiner Hinweis unseres befreundeten Cachers aus Koblenz, haben uns dann doch aufhorchen lassen: der Schinderhannes. Der kleine Spaziergang vom Waldrand zur Dose wars dann auch definitiv wert. Jedem, der den Cache machen möchte, empfehle ich, nicht die Bildergalerie im Listing anzusehen, der aha-Effekt kann so viel besser wirken!
Danach ging es Richtung Neuwied, schließlich war am Abend noch ein Event mit Zoobesuch angesagt. Unterwegs kamen wir an einem Autobahnrastplatz vorbei, welcher mit seinem tollen Ausblick auf die Mosel und die Autobahnbrücke beworben wurde. Nun, der Ausblick hielt sich in Grenzen, aber der unscheinbare Tradi Römisches Herrenhaus war dann doch ein lohnenswerter Stop. In den Rastplatzbereich wurden nämlich die Überreste eines römischen Gutshofes als archäologisches Denkmal integriert, welche während des Autobahnbaus zu Tage gefördert worden waren.

Römisches Herrenhaus

Nächster Halt waren die beiden Mysteries N – Negativ und Bist du der König von Mallorca, die beide mit ihren tollen Dosen begeistern konnten.
Auch das Mo…Mo…Mo…Monsterlog wusste zu gefallen!

Monsterlog

Der Abend fand dann einen angenehmen Ausklang im Neuwieder Zoo: Event mit Abedführung durchs Gelände. Eine schöne Einstimmung aufs Wochenende.

Waschbären im Zoo

Der Donnerstag brachte dann leider schlechtes Wetter mit sich, immer mal wieder Regen, Wind, aber zumindest nicht zu kühl. Fürs Wandern war es uns zu nass und so ging es mit dem Auto Richtung Eifel, um einige Earthcaches und bisschen Kultur hinter uns zu bringen.
Erster Halt war der Rauscherpark, welchen wir im letzten Jahr leider nicht besuchen konnte, da der Park wegen Astbruchs komplett gesperrt war.

Rauscherpark

Dann folgte die Kultur, das Römerbergwerk Meurin war den Besuch auf alle Fälle wert, wo sieht man schon mal ein freigelegtes Bergwerk aus den Tagen der Römer?

Römerbergwerk

Zwei weitere, wirklich sehenswerte Earthcaches waren zum einen die Wingertsbergwand, ein 30m hoher, beeindruckender Vulkanaufschluss

Wingertsbergwand

und zum anderen die Gleitfalte Glees. Diese entstand während der Eiszeit, als die oberen Erdschichten immer wieder einmal aufgetaut sind und ins Rutschen kamen.

Gleitfalte

Freitag, wechselhaftes Wetter. Fester Programmpunkt am Abend: Meet & Greet am Eck, aber was treiben wir den Tag über? Bei leichtem Nieselregen begaben wir uns auf den Weg nach Mendig, hier konnten wir wieder Cachen & Kultur verbinden. Zunächst ging es Richtung Steinbruch, beim Soppeträjer soll man den Kindern aus Mendig dabei helfen, das Mittagessen (Suppe) zu ihren im Steinbruch arbeitenden Vätern zu bringen. Ein schöner, auf doch recht kleinen Raum gelegener Lostplace-Multi mit Höhlen (nur anschauen, nicht anfassen!) lag vor uns. Nachdem wir erstmal den Zugang gefunden hatten, ging der Cache recht flott von der Hand und es gab allerlei zu entdecken.
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Auf dem Rückweg noch schnell den Bonus eingesackt und einen kleinen Abstechner zum Lost Loch gemacht, ebenfalls ein toller Flecken Natur mit Lostplace-Charakter und einer kleinen Klettereinlage. Der Vormittag war vorbei, Kultur stand auf dem Programm und was kann man dann in Mendig anschauen? Den Lava-Dom und den Lavakeller! Ersteres ist eine Art Mitmachmuseum mit Multimediashow (vergleichbar mit dem Erlebniszentrum zum Geysir in Andernach), zweiteres ist ein aufgelassenes Basaltbergwerk, welches mit einer Fläche von 3km² einen Großteil der Stadt „unterkellert“ und im Rahmen einer Führung besichtigt werden kann.

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Im Anschluss ging es zurück nach Koblenz in die Ferienwohnung und dann mit dem Rad zum Deutschen Eck, wo der Eventauftakt anstand. Da der eine Fresstand mit der Horde Cacher doch gut ausgelastet war, ging es in den nahegelegenen Biergarten, wo man auch schon das ein oder andere Gesicht vom Mittwochsevent entdecken konnte.

Der Samstag stand dann natürlich auch bei uns im Zeichen des Megaevents. Neben der beeindruckenden Festungsanlage und der Führung, die wir bekommen haben, beschäftigten wir uns natürlich hauptsächlich mit Cachen. Neben allerlei Tradis, die kurz vor dem Event noch veröffentlicht wurden, war vor allem der neue Multi Projekt Eck – Festung Ehrenbreitstein ein richtiger (positiv gemeinter) Zeitfresser.

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Nachdem die wirklich tolle Finaldose unser war, ging es mit der Seilbahn auch schon zurück zum Biergarten am Deutschen Eck und im Anschluss zur Abendveranstaltung unter Kaiser Wilhelms Augen.

Als Abschluss ging es dann am Sonntag bei gutem Wetter noch mal schön zum Cachen, diesmal mit Koblenzer Begleitung. Zunächst waren der Schatz im Silbersee mit seinen beiden Bonusdosen und der Earthcache Bellerberg Vulkan unser Ziel. Auf einem Lehrpfad zum Thema Basaltabbau ging es durch den alten Steinbruch. Als i-Tüpfelchen wartete der zweite Bonus dann sogar noch mit etwas Lostplacefeeling auf.

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Der letzte Cache während unseres Koblenzurlaubs war der Multi Glück auf! Der Cachename ist Programm, Bergbau ist angesagt.

Zusammen mit den unterschiedlichen Caches, die wir bereits im letzten Jahr rheinabwärts abgefunden hatten, waren das zwei tolle Urlaube, mit vielen unterschiedlichen, aber auch vielen tollen Dosen, hat sich definitiv gelohnt, bereits vor dem Event nach Koblenz zu fahren.

3 thoughts on “Dosensuche rund um Koblenz

  1. Ein richtig schöner Bericht! Liest sich toll…. ja, Koblenz hat auch außerhalb des Megaevents eine Menge für Geocacher zu bieten!

    Liebe Grüße aus Limburg an der Lahn!

    Jörg

  2. Da habt ihr einen sehr schönen Bericht über die Urlaubswoche Project Eck geschrieben. Hat sehr viel Spaß gemacht zu lesen.

    Gruß aus Neuwied von Jörg aka PeiRichter vom GC-Treffpunkt

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