EC-Tour in die Rhön

Im Laufe der letzten Jahre haben wir schon so einiges an Earthcaches besucht. Da inzwischen auf mehreren Touren das Altmühltal, Teile des Donaulaufs, der Oberpfalz und der Haßberge annähernd „earthcachefrei“ sind, sollte die Rhön diesmal unser Ziel werden, dort gibt es noch genug zu sehen.

Damit die Schwiegereltern auch unsere dubiose Begeisterung fürs Cachen besser nachvollziehen können, wurden diese auch gleich mit ins Auto gepackt.

Nach der verkürzten Anfahrt aus Zeil erreichten wir nach einem kurzen Fußmarsch unser erstes Ziel, das Geotop Lindenstumpf.Eine für die Rhön typische Basaltkuppe, deren inneres man sich auf Grund des Steinabbaus anschauen kann.

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Zurück im Auto ging es dann zu einem Basaltsee, des Teufels Tintenfass. Ein ehemaliger Basaltsteinbruch, der sich inzwischen mit Wasser gefüllt hat. Von oben wirklich schön anzusehen.
Der Weg dorthin ist auch ganz interessant, ein kilometerlanger, geteerter Feldweg, bei dem man sich ab einem gewissen Punkt dann fragt, ob man hier wirklich noch fahren darf (darf man, kein Schild weit und breit), dann taucht plötzlich der Wanderparkplatz auf: letzter Parkplatz vor dem Naturschutzgebiet, am Berghaus Rhön nur begrenzte Stellplätze. Wir waren kurz davor, unser Auto abzustellen und die gut 1,5km Luftlinie den Berg hoch zu Fuß zu gehen, entschlossen uns aber doch zum weiterfahren und hätten uns ansonsten sicherlic hauch geärgert. Am Berghaus gibt es Parkplätze in Massen (zumindest an diesem tristen Tag) und so mussten wir uns die unzähligen Plätze nur mit einigen Suchhundeführern teilen, die dort oben scheinbar eine Übung abhielten.

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Nächster Stopp war wieder ein Steinbruch, dort wurde Basalt abgebaut, wie überraschend. ;) Steinbruch schwarze Berge mit Basaltsee. Von der Straße aus nicht zu erkennen, aber direkt daneben liegt ein doch recht ansehnlicher Krater, so eine Größe erwartet man nicht, wenn man über den kleinen Hügel steigt!

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Weiter ging es zum heutigen Highlight, dem Geotop Lösershag. Ein Wald, der seit 50 Jahren sich selbst überlassen ist und langsam verwildert. Auch hier war die Anfahrt durchaus interessant, der Wanderparkplatz, der direkt am Start des Wanderwegs liegt, wird nirgends ausgeschildert, man fährt die Straße halt auf gut Glück mal entlang. Von dort geht es erstmal auf einem schmalen Pfad stramm den Berg hoch, dann noch mal 800m auf einem gekiesten Waldweg und dann startet der Rundweg auf schmalen Wegen durch den Wald bis knapp unterhalb des Gipfels. Schöne Natur, die die Anstrengung auf alle Fälle wert ist!

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Die Fahrt zur kalten Buche verlief nach gleichem Muster. Gut ausgebauter Feldweg und plötzlich ein Wanderparkplatz (der vorher natürlich nirgends angeschrieben war). Auch die kalte Buche ist ein Überbleibsel der vulkanischen Geschichte der Rhön, ein verwitterter Vulkanschlot aus – welch Überraschung – Basalt. Da dieser härter als das umgebende Material ist, blieb im Laufe der Jahre die charakteristische Kuppe übrig, während der Rest von Wind und Wetter abgetragen worden ist.

Kalte Buche

Da noch ein gut befeuerter Grill zu Hause gewartet hat, konnten wir nur noch einen Earthcache anfahren: den Basaltsee am Steinernen Haus. Ein aufgegebener Steinbruch, der sich mit Wasser gefüllt hat. Ein idyllischer See, Knotenpunkt einiger Wanderwege, Parkplatz und Kiosk in der Nähe. Der perfekte Abschluss unserer Tour.

Steinernes Haus

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