Morassina

Der eigentliche Anlass für den spontanen Cacheausflug nach Thüringen war das in Sonneberg stattfindende CITO „Come In and Trash Out„. Da die Cacherstadt Coburg ja nicht all zu weit entfernt liegt, wurde auch dort mal nachgefragt, ob jemand vielleicht mit möchte.
Nach einem etwas abenteuerlichen Zielanflug durch die mit Einbahnstraßen und Straßensperrungen belastete Sonneberger Innenstadt, kamen wir gerade rechtzeitig noch am Stadtpark an, wo sich auch schon ein ansehnlicher Cacherhaufen eingefunden hatte, um vor Ort mal für Sauberkeit zu sorgen. Da der Park auf den ersten Blick recht sauber wirkte (Erinnerungen an das Zeiler CITO wurden wach), rückte der Teich neben dem Treffpunkt in meinen Blick. Gesagt getan, Wasserschuhe an, Hose hoch und ab ins Wasser. Die Ausbeute war ganz ansehnlich, neben dem typischen Kippenmüll und Papierkram, fanden sich auch ein Fahrraddynamo, eine Kinderstrumpfhose und ein Lego-Lichtschwert. Die für das CITO angesetzten 2h konnten, auch auf Grund der großen Zahl an Helfern, locker unterboten werden und so blieb noch genug Zeit, cachen zu gehen.

So besuchten wir direkt neben dem Stadtpark noch schnell den „weltgrößten Teddybär„, bevor wir uns dann auf den Weg zu unserem vorher ausgeguckten Tagesziel machten: dem „Schaubergwerk Morassina“ und dem entsprechenden Earthcache. Während der aufregenden Fahrt (schmale, kurvige Straßen), nötigten uns unsere Coburger Mitfahrer zum Halt an einem kleinen Tradi an der Straße. „Den müsst ihr unbedingt machen!“ Vom „Hauptmann Günther Pfeiffer“ hatte ich zwar schon gehört und gelesen, aber dass der hier in der Gegend liegt, hab ich wohl irgendwie verpeilt. Kurz gefasst: der Stopp hat sich definitiv gelohnt, mehr wird nicht verraten.
Am Schaubergwerk angekommen, waren wir dann doch etwas überrascht, was dort alles geboten wird. Neben einer abenteuerlichen Straße vom Ort zum Bergwerk, gibt es dort unten ein Gesundheitszentrum mit Kneippanlagen, Sauna und Massageräumen, eine Gaststätte und eine Außenstelle des Standesamts. Diese wird scheinbar auch rege genutzt und so hatten wir das Glück, das Bergwerk zwischen zwei Trauungen besichtigen zu können.  In einer 45-minütigen Führung erfuhr man so einiges über das künstlich angelegte Höhlensystem, in welchem sich dann in den unzähligen Jahren der Nichtnutzung die bekannten Stalagmiten und Stalagtiten gebildet haben. Bemerkenswert ist, dass ein Großteil der verwendeten Grubenstempel bereits mehrere hundert Jahre alt sind und ihren Dienst immer noch zuverlässig verrichten.

Eine wirklich interessante Höhle, allerdings kann meiner Ansicht nach das Gebotene mit dem Eintrittspreis (7€ für Erwachsene plus 3€ Fotografieerlaubnis) nicht so ganz mithalten, da bieten das Schulerloch oder die König-Otto Tropfsteinhöhle mehr für das Geld.
Nach der Führung und dem erfolgreichen Abschluss des Earthcaches, sammelten wir auf der Rückfahrt nach Sonneberg noch den ein oder anderen Tradi am Wegesrand ein. Der „Bahnhof Schmiedefeld“ ist hierbei sicherlich ein außergewöhnlicher Tradi, der hier unbedingt erwähnt werden müsste, interessant war hier allerdings die Häufung Leipziger Autos mit entsprechenden Aufklebern, ob hier ein kleines After-Event der Organisation statt fand?

Den Abend ließen wir dann noch gemütlich beim Griechen ausklingen, ich hoffe, die Coburger veranstalten dort mal ein Event!

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