Cache-Tour Planung leicht gemacht?

Da bei den Lemmingen am nächsten Wochenende ein kleiner Urlaub bevor steht, ist es natürlich selbstverständlich, dass in der Urlaubsregion auch das GPS gezückt und nach Dosen gesucht wird. Doch wie sortiert man im Vorfeld die Highlights aus? Nun, es führen sicher einige Wege nach Rom und ich bin mit Sicherheit alles andere als ein GSAK-Profi, habe mir aber inzwischen meine eigene Vorgehensweise zurecht gebastelt. Ergänzungen, Alternativen oder Vereinfachungen können gerne in den Kommentaren hinterlegt werden.

Welche Möglichkeiten hat man also nun, die Sahnestücke einer Region herauszufiltern? Zunächst kann man natürlich mal andere Cacher fragen, sei es auf Events, in Foren, Facebook-Gruppen oder was das Netz inzwischen noch so alles hergibt. Zusätzlich bietet ja Groundspeak die Möglichkeit Favoritenpunkte zu vergeben und GCVote gibt es auch noch. Nun muss man also die ganzen Infos noch zusammenbekommen.

Was braucht man dafür alles?

Dann fangen wir mal vorne an: Zunächst benötigt man eine Pocketquery fürs Zielgebiet (wie man diese erstellt, wird hier beschrieben), diese lädt man sich in eine GSAK Datenbank. Kümmern wir uns zunächst um die Favoritenpunkte. Im gpx-Format sind diese nicht hinterlegt (das soll sich mit der nächsten Version ändern). Wie kriegen wir diese also in unsere Datenbank? Die aktuellen GSAK gibt es eine Schnittstelle zur Geocaching-Datenbank. Über den Menüpunkt „Geocaching.com access“ kann man die Caches „refreshen“. GSAK aktualisiert also die Datenbank ähnlich einer Pocketquery, holt sich zusätzlich aber noch die Favoritenpunkte und, sofern man das möchte, auch mehr als die letzten fünf Logeinträge.

Da diese Aktualisierung je nach Menge der Caches einiges an Zeit kostet, ist es sinnvoll, zuvor etwas zu filtern. Z.B. nur Multis oder auch nach Entfernung vom Urlaubsort. Da man den Urlaubsort ja meistens nicht als „Location“ im GSAK hinterlegt hat, kann man sich auch einfach einen nahegelegenen Cache suchen und diesen als Mittelpunkt setzen. Dazu einfach auf den Cache mit der rechten Maustaste klicken und“Set this Cache as …“ wählen.

 

Ist GSAK fertig, kann man sich die Favoritenpunkte auch in der Übersicht anzeigen lassen. Unter dem Menüpunkt „View“ -> „add/remove columns“ kann man weitere Spalten aktivieren, unter anderem auch die Favoritenpunkte.


Nun holen wir uns noch die GCVoten-Sternchen in die Datenbank, dafür gibt es extra ein Macro, die Ergebnisse wandern als „Custom data fields“ ebenfalls in die Übersicht. Nun haben wir alles beisammen und müssen die guten Dosen nur noch heraus filtern.
Unter dem Menüpunkt „Search“ -> „Filter…“ kann man diverse Einstellungen vornehmen. Im Reiter „General“ filtern wir ganz unten erstmal die Favpoints, alle Caches, die weniger als 5 Punkte haben, fliegen raus.

Unter „Other“ kann man unter anderem nach Cachetypen filtern, im Beispiel werden nur Earthcaches angezeigt.

Unter „Custom“ beziehen wir noch die GCVote-Bewertung mit ein. In diesem Fall muss der Cache mindestens fünf Stimmen und eine Wertung von 3.5 haben. Hier kann natürlich jeder einstellen was er möchte.

 

Ein abschließender Klick auf OK und die Menge an Caches in der Datenbank sollte sich eigentlich spürbar reduziert haben. Die weitere Auswertung bleibt dann euch überlassen. Man kann zusätzlich noch die D/T-Wertung einfließen lassen oder auch die Grenzen für die Favpoints und GCVote höher ansetzen. Ich für meinen Teil überfliege die angezeigten Caches und öffne Listings, die interessant klingen, im Browser. Dort bastel ich mir dann mit GCTour, man glaubt es kaum, eine Tour. Wie das geht, hab ich in einem anderen Artikel schon mal beschrieben. Ihr seht, etwas Aufwand ist schon von Nöten, vielleicht hat der ein oder andere ja eine Idee, wie man das ganze verbessern oder alternativ lösen kann. Alle anderen konnten hoffentlich die ein oder andere Anregung mitnehmen.

4 thoughts on “Cache-Tour Planung leicht gemacht?

  1. Der erste Schritt mit dem Erstellen der Pocket Queries ist seit Einführung der API-Schnittstelle in GSAK obsolet.

    Einfach unter „Geocaching.com access“ auf „Get geocaches…“ klicken und im dann öffnenden Fenster auf den Button „Google Map“ klicken,

    Dann kann man in Ruhe das Zielgebiet suchen, dann auf „Move Circle to Map Center“ klicken und ggf. den Radius ändern (den roten Pfeil verschieben).

    Zuletzt „Return Coordinates“ klicken und man kann dann beliebig nach D/T-Wertungen, Typen usw. filtern bevor man zu guter letzt auf „OK“ klickt.

  2. Wenn Du das so machst wie beschrieben, dann ist ja der Urlaub fast rum.
    Einfacher direkt im GSAK „Get Geocaches“ – hat ja HHL schon erwähnbt – und dann Kreis oder Rechteck in Google Map auf den Urlaubsort verschieben und coords übernehmen. Geht mit Auswahl der gewünschten Cachetypen und D/T.
    Den Rest kann man sich filtern.
    Wolf

  3. Hey, das ist genau die Vorgehensweise, die ich selbst anwende um meine eigenen Touren zusammenzustellen ;-)

    Ein toller Bericht, den es auch dem Anfänger ermöglicht schnell und einfach mit GSAK und den Scripten eine schöne Tour zu „basteln“.

    VG aus dem Saarland,
    Jeorg

  4. Moin,
    Es ist durchaus sinnvoll alle potentiellen Urlaubslokationen als locations einzutragen, denn es gibt ein geniales GSAK-Makro, welches rund um mehrerere Lokationen filtern kann, und das auch noch mit verschiedenen Radien. Außerdem verfügen diverse Dropdownmenüs über Einträge der Lokationen (GetGeocaches, Makro GetCachesOnRoute)

    Hans

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