Freud und Leid mit dem etrex30

Vor kurzem habe ich ja bereits über meine ersten Erfahrungen mit meinem neuen etrex30 berichtet. Abgesehen von der für Touchscreen-verwöhnte Nutzer zunächst etwas gewöhnungsbedürftigen Eingabemethode, war ich von dem kleinen Gerät ja doch recht begeistert.

Zu dieser Zufriedenheit hat sich dann vor zwei Wochen leider etwas Kummer gesellt:

Ein Ausflug zu einem Lostplacecache hat mir nach gerade mal vier Wochen Besitz einige doch recht heftige Kratzer in der Displayabdeckung beschert. Verärgert über mich selbst hab ich dann dem Garmin-Support mein Leid geklagt, mit der Bitte mir doch die ungefähren Kosten für den Austausch der Abdeckung mitzuteilen. Da Supportformulare für solche Anfragen im Regelfall keine passende Kategorie haben, wählte ich notgedrungen „Defekt“ und wurde gleich mal damit abgespeist, dass man viele „Defekte“ mit einem Firmwareupdate beheben könne. Nun, der Ansicht war ich in diesem Fall allerdings nicht und so hab ich nochmal nachgebohrt (was übrigens vier Tage gedauert hat, da in der Garmin-Antwort-Mail erst ganz unten stand, dass der Fall für sie erledigt sei) und dann schließlich auch eine personalisierte Antwort erhalten, die mich im ersten Moment doch überrascht hat:

Eine Reparatur sei nicht möglich, da die Kosten für Arbeitszeit und Material den Neuwert des Gerätes übersteigen. Um meine Zufriedenheit mit Garminprodukten aber weiterhin zu sichern, bieten sie mir den Austausch für 111€ an.

Nun, ich gebs zu, ich bin an den Kratzern selbst schuld, die Firma Garmin kann da absolut nichts dafür. Allerdings ärgere ich mich schon etwas, dass in Zeiten von Gorillaglas bei Smartphones und kratzresistenten Displayabdeckungen bei Kameras, Garmin ein Outdoorgerät auf den Markt bringt, das sowohl von der Materialbeschaffenheit als auch vom grundlegenden Design (Displayabdeckung eben mit Gehäuse) doch recht empfindlich auf Kontakt reagiert, aber dann nicht einmal so konstruiert ist, dass diese Abdeckung mit verhältnismäßig wenig Aufwand getauscht werden kann.

Ich hab jetzt in den sauren Apfel gebissen und den Austausch veranlasst. Zum einen weil es mich ärgert, ein Neugerät gleich so zu „verhunzen“, zum anderen weil die Kratzer nervige Schatten werfen. Somit hat Garmin heute mein etrex30 erhalten, mein „neues“ ging heute auch wieder zur Post (schnell sind sie scheinbar) und irgendwann bekommt ein anderer Pechvogel mein „nicht zu reparierendes“ etrex für 111€.
Displayschutzfolie hab ich jetzt jedenfalls auch gleich mal bestellt und ab jetzt bin ich noch vorsichtiger.

3 thoughts on “Freud und Leid mit dem etrex30

  1. schonmal gesehen, was gorilla-glas bei hartem bodenkontakt seitlich zur bildfläche macht? es bricht! der eine hersteller macht das besser und kapselt das gut ab, wie samsung… der andere hersteller macht’s schlecht und die seiten sind offen, wie beim iphone…
    das display verkratzt schon echt leicht, aber man kann sich ja mir einfachen billigen foliene behelfen…
    dass man die scheibe nicht einfach so wechseln kann, darf man wohl der IPX 7 zertifizierung zuschreiben… irgendeinen tod muss man sterben, wenn man ein weitesgehend wasserdichtes gerät haben möchte… ;)

    als kleiner tipp, bei dieser art von display kann man auch noch display polituren wie „displex“ anwenden… das hilft durchaus bei kleinen kratzern…

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