etrex30, kleiner Erfahrungsbericht

Eins vorweg, das ist kein (Vergleichs)Test, davon findet man ja schon einige im Internet, es handelt sich einfach um einige Gedanken und Erfahrungen aus der Praxis.

Die letzten zwei Jahre war ich mit einem Oregon 450 unterwegs und war eigentlich durchweg zufrieden damit. Klar, ab und an ist das Ding mal bei einem wherigo abgestürtzt, die aktuelle Topo braucht hin und wieder mal eine Gedenksekunde zum Aufbau, aber ansonsten … Es passen schön viele Caches drauf, man kann wherigos spielen, das Display ist relativ groß und über die Genauigkeit konnte ich mich auch nie so wirklich beschweren.

Kurz vor unserer Abreise nach Hamburg gab es dann als verfrühtes Geburtstagsgeschenk ein etrex30 von meiner Freundin. Das Kleine wurde dann gleich in Betrieb genommen und entsprechend für den Ausflug nach HH ausgerüstet.
Positiv: Karabiner und Gürtelhalterung vom Oregon passen auch ans neue Etrex (Akkus und Speicherkarte natürlich auch). Auch mit meinen GSAK-Macros gab es keine Schwierigkeiten, dass Etrex wurde problemlos mit den gpx-Dateien gefüttert und sie wurden auch problemlos verdaut.

Die Bedienung ist am Anfang allerdings gewöhnungsbedürftig, wenn man bisher einen Touchscreen genutzt hat. Mal abgesehen  davon, dass man als Gewohnheitstier immer mal wieder aufs Display drückt und sich über mangelnde Reaktion wundert, finde ich den Touchscreen z.B. bei der Koordinateneingabe oder beim umher scrollen auf der Karte um einiges praktischer, im Gegenzug lässt sich mit Joystick und Mauszeiger ein Punkt genauer anklicken.

Etwas genervt war ich anfangs von der Karte. Anstatt wie gewohnt sich in Fahrtrichtung auszurichten, drehte sie sich lustig im Kreis, sehr frustrierend, wenn man sich in einer fremden Stadt befindet und von a nach b kommen möchte, das Kreiselverhalten hat sich dann irgendwann aber auch gegeben. Genauigkeit war in der Stadt auch kein Problem, nur außerhalb führte uns das etrex einmal gemütlich 100m am Final eines Multis vorbei. Da hab ich dann recht gefrustet Google Maps aufgemacht  und mich zur Dose bringen lassen. Nach Deaktivierung der GLONASS-Satelliten standen wir dann aber auch mit dem GPS nur noch 4m von der Dose weg. Ob das jetzt Zufall war, kann ich aber nicht beurteilen, momentan sind sie jedenfalls noch aus.
Paperless cachen funktioniert natürlich auch, aber das Listing eines langen Multis artet dann doch in Scrollarbeit aus.

Ansonsten bin ich aber positiv überrascht. So startet das etrex subjektiv schneller als das Oregon und auch der Satfix geht gefühlt schneller von der Hand. Das Display ist zwar kleiner und hat eine niedrigere Auflösung, lässt sich aber bei schlechten Lichtverhältnissen besser ablesen. Auch der Stromverbrauch war angenehm niedrig. Alles in allem eine gute Ergänzung und in großen Teilen auch ein guter Ersatz für das Oregon. Klein, unauffällig, funktional und mit zwei Geräten kann man auch mal problemlos getrennt cachen gehen. ;)

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