Schlechtes Jahr für Nachtcaches in Franken

2011 war bisher ein ganz schlechtes Jahr für Nachtcaches in Franken. Heute wurde nun dritte herausragende Cache ins Archiv verschoben. Die Gründe waren bei allen annähernd die selben. Gefrustete Owner, die immer wieder mit gemuggelten oder beschädigten Stages kämpfen mussten und irgendwann die Lust verloren, immer wieder Geld und Zeit in die teils doch recht aufwändigen Installationen zu stecken.

Als erstes hatte es „Magick“ das Werk von Aleister Crowley (Artikel bei uns) erwischt. Ein D/T 3,5/3 Multi durch die Fränkische Schweiz. 104 Funde in 1,5 Jahren, 50 Favpoints und eine GC-Wertung von 4,3 (29 Stimmen). Ein durchgehend aufwändig gestalterter Multi, bei dem es eigentlich an jeder Stage etwas zu entdecken gab. Während viele gute Multis mit ein oder zwei „Hammer-Stages“ punkten, hatten sich hier die Localhoster für jede Stage etwas einfallen lassen, ein einfaches Filmdöschen mit den Koordinaten für die nächste Stage suchte man hier vergebens. Scheinbar fiel dann aber einem Jäger/Förster der steigende Besucherverkehr auf.

Der zweite war Das Auge des Baal (Artikel bei uns). Ein D/T 4/3,5 Multi auf schönen Trampelpfaden durch den Röttenbacher Wald. 4,5 Jahre alt, 325 Fune, 56 Punkte und GC-Vote von 4,4 bei 78 Stimmen. Zugegeben, mit Magick oder auch dem Rohdiamant im Kopf, merkte man diesem Multi sein Alter schon etwas an, der Stil war damals noch anders, aber das machte den Cache keinesfall schlechter. Beim Baal war es dem Owner sehr gut gelungen, Cache und Story miteinander zu verknüpfen, man musste beides kombinieren, um am Ende erfolgreich zu sein. Teilweise einfach gestaltete (aber doch passend und pfiffig) Stages wechselten sich aufwändigeren Bastelarbeiten ab, bis man dann auf die wirklich toll gelungene elektronische Stage am Ende traff. Das Teil begeistert mich heute noch, ich will gar nicht wissen, wie oft ich die Kombination eingegeben habe um den Dämon anzurufen und ihm die Finalkoordinaten zu entlocken!

Heute war dann Nummer drei fällig. Der Cachename ist überregional bekannt und auch wir trafen damals Cacher, die extra von weiterher angereist waren. Die Rede ist vom Biohazard (Artikel bei uns). D/T 3,5/3, sechs Jahre alt, 813 Funde, 184 Favpoints und 4,8 Sternchen (198 Stimmen) zeigen schon, dass die Maines wohl etwas außergewöhnliches in den Wald bei Erlangen gelegt hatten. So war es dann auch. Mein 300., Hannes 400. und Blackhawk 600. Cachefund war dann schon ein Highlight. Story, Rätsel, Stages und die Gegend haben einfach gut zusammengepasst und dafür gesorgt, dass man bisweilen wohl fast Nummern ziehen konnte, bevor man sich auf den Weg machte.

Sehr sehr schade um alle drei. Warten wir ab, was die Zukunft tolles bringt. Mal sehen, wie lange sich der neue Star am NC-Himmel den zerstörerischen Händen mancher Cacher entziehen kann.

 

Ergänzung:

Wenn man etwas nachdenkt, fallen einem noch mehr Highlights ein, die dieses Jahr zumachen mussten:

  • Mittelerde VI – Gollum’s Home D/T 4,5/4,5. 354 Funde seit Mai 06, 91 Favoritenpunkte, GC-Vote 4,9 bei 100 Stimmen
  • Identity – NC D/T 4,5/4,5. 77 Funde seit April, 49 Pünktchen, GC-Vote 4,6 bei 27 Stimmen
  • und der sicherste Cache der Stadt D/T 3,5/2,5. 339 Funde seit Januar 2010, 92FP und 4,9 Sternchen bei 128 Stimmen. Den durfte ich im Feb. 2010 auch genießen und das Technikfeuerwerk, welches hier abgebrannt wurde, war wirklich beeindruckend, wird endlich mal Zeit, dass ich den zweitsichersten Cache angehe.

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