Hat die Jungfrau Charlie F. noch alle Sinne beieinander?

Nach langer Zeit war bei den Geolemmingen mal wieder ein Großcachetag angesagt! Seit lost-in-mv waren wir nun schon nicht mehr zusammen unterwegs. Eigentlich viel zu lange. Zur Feier des Tages mussten also ein paar besondere Caches her und keine 08/15-Kost. Für Qualität in Franken bürgt eigentlich der Name 123Maine und so war unser erstes Ziel auch ein Maine-Cache: THE VIRGIN’S SIZE OF SHOE. Ein kleiner Wandermulti durch den Kalchreuther Wald. Ausgerüstet mit dem nötigen Spezialequipement machten wir uns daran, der Jungfrau auf die Schliche zu kommen! Bei bestem Herbstwetter zogen wir von Stage zu Stage und fanden dort die ein oder andere Überraschung, was wir aber nicht fanden, war Standardkost. Die Rätsel waren zwar nie schwer, die Maines schafften es aber dennoch mit jeder Station, etwas „besonderes“ zu verstecken und so gab es hin und wieder auch einen kleinen Aha-Effekt. Bis auf die Peilung am Ende verlief die ganze Tour annähernd problemlos und konnte man sich neben dem Cachen auch auf die herbstliche Natur konsentrieren. Mit etwas Überlegen war der Final auch schnell gefunden und wir konnten gemütlich in der Sonne uns im Logbuch verewigen.

Nachdem der erste Teil geschafft war, ging es einmal quer durch Mittelfranken nach Weisendorf. Wherigos und Nachtcaches standen auf dem weiteren Programm. Der Weisendorf Wherigo war unser nächster Stop und so machten wir uns – bewaffnet mit dem Oregon – auf eine kleine Stadtführung durch den Ort. Verwöhnt durch die anderen wherigos, die wir in der letzten Zeit so gemacht hatten, ging uns dieser recht linear aufgebaute Vertreter recht schnell von der Hand. Der bessere folgte dann aber gleich im Anschluss: Fangt Charlie F sollte die Losung für die nächsten Stunden lauten. Am Startbereich angekommen, trafen wir gleich auf zwei andere Cacher, die ziemlich entnervt aufgegeben hatten. Wir ließen uns aber nicht beirren und starteten unseren eigenen Versuch, den gefährlichen Terroristen zu fassen! So leicht war das allerdings nicht. Wir wussten zwar, in welchem Bereich er sich aufhielt, der direkte Weg wurde aber durch Minen versperrt (diese hatten das andere Team auch sprichwörtlich zu Tode genervt). Der Minendetektor im Oregon funktionierte allerdings sehr zuverlässig und nach einigem hin- und herlaufen war uns auch klar, dass der Owner uns auf die große Runde zwingen wollte. Ohne Explosion gelangten wir ins Zielgebiet und konnten dort nach zwei Versuchen Charlie F festnehmen, nun mussten wir nur noch seinen teuflischen Plan vereiteln! Dafür mussten noch einige Hinweise gesucht und interpretiert werden und so kamen wir letztlich auch erfolgreich zur Dose. Beeindruckt davon, welche Möglichkeiten diese wherigos inzwischen bieten, machten wir uns auf den Weg zurück in die Stadt, vor den Nachtcaches war noch eine Stärkung nötig.

Trattoria Pippo Cardelli wurde eigentlich eher aus der Not heraus gewählt, da wir nicht so wirklich wussten, wo wir hin sollten. Es erwies sich als eine wirklich leckere und dazu noch preiswerte Wahl, kann man nur empfehlen.

Satt und zufrieden machten wir uns auf zu Wahrnehmungen bei Nacht. Ein Nachtcache, der scheinbar alle Sinne fordert. Es wurde nicht zu viel versprochen. Dem Cache gelang es sogar, unseren Geruchs- und Geschmackssinn zu fordern. Ohne größere Schwierigkeiten fanden wir unseren Weg zu den wirklich interessant gemachten Stationen (Inhalt top, Verstecke eher Schonkost) und so gelang es uns auch mal wieder, unterwegs ein Team einzu- und zu überholen, die hatten sich schlecht „verrochen“. Am Final wurde es dann noch etwas wusselig. Springende Koordinaten und Dunkelheit sind eine schlechte Kombination, aber nach etwas suchen wurde dann auch die große Dose entdeckt.

Zum Abschluss der Nacht stand noch The Blair Witch Project auf dem Programm. Für uns ein etwas konfuser Nachtcache, den wir zwar erfolgreich zu Ende bringen konnten, uns aber nicht so ganz sicher sind, ob wir auch alle Stationen gefunden haben oder ob uns etwas fehlt. Viele der Logs lesen sich ähnlich. Die Stationen wurden zwar alle mit viel Liebe gebastelt und der Final ist riesig, die etwas undurchsichtige Wegführung hat die Freude dann aber doch etwas getrübt.

Alles in allem aber ein gelungener und auch abwechslungsreicher Tag. Toller Wandercache, toller wherigo, lecker Essen und ein sehr guter Nachtcache, was will man mehr?

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