1. Internationales GCTreffen (Franken-Vorarlberg)

Hätte man mir Ende August als ich mich angemeldet habe, gesagt, was mich hier heute alles erwarten würde, hätte ich es wohl nicht geglaubt.

Am heutigen Samstag Abend stand das 1. Internationales GCTreffen (Franken-Vorarlberg) auf dem Programm. Ein Kneipen-/Gaststättenevent, wie es doch so einige im Großraum Nü-Fü-Er gibt? Mitnichten! Was das Orgateam hier auf die Beine gestellt hat, war wirklich toll. Der Unkostenbeitrag von 25€ war für den einen oder anderen Cacher im ersten Moment sicher abschreckend, aber für das Geld wurde dann auch einiges an Gegenleistung geboten.

Treffpunkt war der Dürer-Platz am späten Nachmittag. Scheinbar zu früh am Treffpunkt (kann man hier in der Gegend bei einem Event überhaupt zu früh da sein?), warteten bisher nur die goldensurfer an der Statue des deutschen Malers. Immerhin bekannte Gesichter für uns. Bei 75 angemeldeten Cachern aus ganz Bayern und sogar aus Österreich, war das keine Selbstverständlichkeit. Wenig später kam dann auch die Orga schon anmaschiert. Es wurden Listen abgehakt, Namensschildchen verteilt und die Gruppen für die Führungen aufgeteilt. Der Cacherhaufen wurde immer größer und größer und wir hatten wirklich Glück: kein Regen und stellenweise blauer Himmel. Keine Selbstverständlichkeit an diesem kalten und nassen Oktobertag. Dann ging es in den Untergrund Nürnbergs. Erstes Eventhighlight war eine Führung durch die Felsengänge unter dem Burgberg. Diese wurden im als Lagerräume für Bier, Eis und z.B. Gurken verwendet, des Weiteren wurde dort auch Wasser gesammelt und über verschiedenste Rinnen- und Röhrensysteme über die Stadt verteilt. Im Zweiten Weltkrieg dienten die tiefgelegenen Gänge dann als Luftschutzbunker und als sicherer Lagerort für die unzähligen Kunstschätze Nürnbergs. Während der Führung wurde natürlich darüber diskutiert, wie man dort unten am besten einen Cache unterbringen könnte.

Am Ende der gut einstündigen Führung standen wir im Innenhof der Altstadthof-Brauerei und bekamen in einem Museumssudhaus noch einen kurzen Abriss über die Bierherstellung. Zeitgleich kam auch die nächste „Gegenleistung“: ein kleines Bier zum „anfixen“ und fränkisches Krustenbrot mit Gerupftem. Danach ging es dann für unsere Gruppe auch schon ins Gasthaus, genauer gesagt in (nicht auf) die Bühne, wo wir es uns auf zwei Etage gemütlich machen konnten. Dank einer großzügigen Öffnung in der Decke waren diese beiden Etagen doch irgendwie miteinander verbunden und so konnten wir von oben bereits das tolle Logbuch bestaunen.

Nachdem alle Gruppen ihre Führungen beendet hatten und in der Bühne Platz genommen hatten, servierten die fleißigen Bedienungen auch schon unser Essen. Als Vorspeise gab es eine leckere Kartoffelsuppe, gefolgt von einem Monster-Schäuferle. Beides sehr lecker! Während wir aßen, wurden mittels Beamer allerlei Cacherfotos an die Wand projiziert. Das Orga-Team hatte sich die Mühe gemacht, für jeden angemeldeten Cacher einige Fotos aus der Galerie bei Groundspeak zu speichern, so gab es allerlei zu lachen und regelmäßig kam die Frage „wo war das denn?“ auf.

Als dann alle ihr Schäuferle vernichtet hatten, gab es noch eine kleine Coinverlosung und den Start des TB-Run, mal gespannt, welcher Coin wie weit kommt! Zum Abschluss hatte ich noch die ehrenvolle Aufgabe, den großen Cacherhaufen passend auf einem Foto zu platzieren, hierbei war es äußerst praktisch, dass wir zwei Etagen zur Verfügung hatten.

Ein tolles Event! Die Orga-Truppe hat sich wirklich viel Mühe gegeben, ein schönes Programm auf die Beine zu stellen. Garniert wurde das Ganze dann mit so „Kleinigkeiten“ wie der selbstgebastelten Speisekarte oder der oben erwähnten „Dia“show. Ich behaupte, dass es allen viel Spaß gemacht hat, die gute Stimmung ist ein sicheres Zeichen. Gutes Essen, kompetente Bedienungen, ein netter Laden und eine intressante Führung durch den Untergrund.

Ich befürchte, eine Steigerung für 2012 wird nicht ganz einfach werden. ;)

 

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