Tourbericht Part 2: Nach dem Museum – Lost in MV!

Nach dem Museum …

Mit Lost verband ich ja in der Vergangenheit meist nur eine Serie, die hier in Deutschland bei einem Privatsender lief und mir so gar nicht taugte. Nun jedoch sind die Synapsen etwas anders verknüpft.

Lost in MV – Das kündigte einen riesen Spielplatz für Erwachsene an. Ein riesiges Zusammentreffen von Geocachern. Gemütliches Beisammensein, Fachsimpeln, Dosensuchen, Zelten und und und… Das war es auf was ich mich seit meiner Anmeldung im Mai freute.

Nachdem wir die Anreise durch das Mueseumsevent ja etwas entzerrt hatten, brachen wir am Freitagmorgen auf in Richtung Hohe Düne (bei Rostock), um Tobit beim Tauchen abzugeben. Während Tobit und alulein sich also in die Ostsee warfen, machten kleines_Hascherl und ich uns auf nach Warnemünde. Dort lagen ja doch ein paar Dosen, also auf zur Fähre und rüber nach Warnemünde. Es gibt ja doch einige Leute, die bei den Wörtern „Urbanes Cachen“ zurückschrecken und sagen, das wär nichts für sie. Ich cache eigentlich sehr gerne urban, immer dann, wenn die Owner es richtig gemacht haben und man mit etwas Geschick wirklich völlig unentdeckt die Dose finden kann. Da es sich bei Warnemünde auch um eine Touristenhochburg zu handeln scheint befürchtete ich zuerst Schlimmes, jedoch waren diese Gedanken völlig umsonst. Die Owner der Caches hatten alles richtig gemacht und so konnten wir uns entspannt Richtung Meer cachen bis wir am äußersten Punkt mit dem Cache Warnemünde Westmole angekommen waren.

Hannes nahe dem Cache Warnemünde Westmole

Da es nun doch schon kurz vor 14 Uhr war ging es zurück zur Fähre, damit wir uns püntklich mit Tobit und alulein wieder am Parkplatz treffen konnten. Noch fix den Gegenpart zur Westmole eingesammelt und dann auf zum Mega.

Als wir am Gelände gegen 16 Uhr ankamen hatten wir mit einem kleinen Stau auf dem Gelände zu kämpfen, dank der einzelnen kurzen Zwangsstops durch die Orga-Komplizen und den damit verbundenen Plausch war die Wartezeit dann doch recht erträglich.

Hier muss ich nun jedoch um ehrlich zu bleiben doch etwas Kritik loswerden. Angekommen im Lost Camp war vor allem eines Lost: Die Organisation. Die vielen Absperrungen, die fehlende Park/Zeltordnung und das teils für normale Fahrzeuge doch sehr unwegige Gelände sorgten nicht nur bei uns für Frust bei der Zeltplatzsuche. Einige Autofahrer saßen kopfschüttelnd im Auto und ich denke viele werden sich die Frage gestellt haben: Was erwartet erst die Leute die erst gegen 20 oder 21 Uhr auftauchen und auch zelten möchten? Nach einiger Suche klappte es dann doch und wir hatten einen Zeltplatz gefunden, bei dem auch das Auto nicht zu weit entfernt stehen musste (und wie sich Samstagnacht herausstellen sollte, war es doch sehr praktisch, dass das Auto auf festem Untergrund stand). Also fix Zelt aufgeschlagen und dann auf Richtung Eventgelände.

Nach kurzer Begrüßung durch das Orgateam und den Technikverein konnte ein Teil des Fuhrparks des Vereins in Aktion gesehen werden. Beachtlich ist es ja doch immer wieder, was Fahrzeuge so leisten können. Dank des schönen Wetters entschlossen wir uns dann doch recht kurzfristig noch auf den Bodden zu fahren. 10 €/h für ein Tretboot war auch wieder ein fairer Preis und so trampelten Tobit und ich dem Sonnenuntergang entgegen während die beiden Damen die Fahrt zum Cache „Lost Caches – Marina“ genießen konnten. An der Cachelocation angekommen fix ausgestiegen, Dose gefunden und die Rollen getauscht – nun durften die Frauen zurücktrampeln.

Da die große Auswahl beim Catering leider die Vegetarier etwas vergessen hatten und auch kleines_Hascherl hin und wieder mal Hunger bekommt, bauten sie und ich vor dem Zelt die eigene Feldküche auf, genossen unsere Tortellini mit Tomatensoße, sahen den Nachtcachern beim Reflektorsuchen zu und gingen schließlich erschöpft aber happy ins Zelt, um dort eine angenehme erholsame Nacht zu verbringen.

Am Samstag ging es dann gegen 9:30 aus dem Zelt, auf zum Frühstück. Das, was wir hier vorfinden konnten, war einfach nur gigantisch. Es gab nichts was es nicht gab, von Rührei bis zu diversen Süßaufstrichen war alles geboten und davon auch mehr als reichlich. Kaffee, Kakao und Tee waren ebenso wie verschiedene Säfte gute Durststiller/Wachmacher und so konnten wir hier alles aufnehmen, was wir für einen guten Start in den Tag benötigten. Nach dem Frühstück dann das Logbuch aufgesucht und danach die Hallen des Technikvereins bestaunt – es war schon beeindruckend, diese Fahrzeugsammlung zu betrachen.

Der nächste Programmpunkt, der kleines_Hascherl und mich nun erwartete, war das vom Eventteam organisierte Tauchen. Also zurück nach Hohe Düne und ab in die Ostsee. Gut, so schnell ging es dann doch nicht. Angekommen an der Tauchschule erhielten wir nach einem supernetten Empfang durch die Tauchcrew ein kurzes Briefing über das Tauchen und das Equipment. Kurz bevor wir uns ins Neopren zwängen wollten, geschah dann das, womit die Wenigsten noch gerechnet hatten. Das Wetter wechselte von strahlend blau, sonnig und trocken auf schwarz, dunkel und Starkregen. Nachdem auch noch Donner zu hören war, befürchteten einige von uns, dass gleich die Absage des Tauchgangs kam. Doch weit gefehlt oder wie sagte es einer der Tauchlehrer so schön? „Die Geocacher haben Abtenteuer gebucht, das bekommen sie dann auch.“ Sobald das Gewitter verebbte zogen wir das Neopren an und stiegen aufs Boot. Die Bootsfahrt alleine war den Beitrag eigentlich schon wert, das Tauchen toppte dann jedoch nochmal einiges. Es ist ungewohnt, es macht kurzzeitig richtig Angst, aber ist man dann erstmal richtig unter Wasser, ist es einfach ein tolles Gefühl, das jeder mal erlebt haben sollte. Vor allem durch die wirklich gute Tauchschule hatten wir hier ein Erlebnis, das uns wohl noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird.

Zeitlich hatten wir durch das Unwetter eine ordentliche Verzögerung und als ich auf mein Handy blickte sah ich einen entgangenen Anruf von Tobit. Das hieß wohl nichts gutes und so war es auch. Tobit und alulein waren gerade dabei aufzubrechen, da das Wetter immer schlimmer wurde. Nach kurzem Krisengespräch mit dem Hascherl waren wir uns einig, zurückzufahren und dort je nach Lage zu entscheiden. Gegen 21 Uhr auf dem Eventgelände angekommen war die Entscheidung leider ziemlich fix klar: Abbruch. Denn sowohl beim Autoparkplatz als auch in der Nähe unseres Zeltes knöchelhohes Wasser. Während es also von oben 25-50 l/m²/h regnete und die Blitze immer wieder für Erhellung sorgten, hieß es im Auto umschichten, das Zelt in eine Plastikkiste verfrachten und dabei möglichst trocken zu bleiben. Gut 30 Minuten später saßen wir im Auto, wendeten und verließen schweren Herzens das Eventgelände in Richtung Heimat. Den Bildern vom Sonntag nach war es dennoch die richtige Entscheidung, denn so hoch wie das Wasser auf den Wegen stand, wären wir wohl irgendwann im Wasser gelegen anstatt auf unseren Matten.

Mein Fazit zum Lost:

Eine weite Anreise, die sich trotz aller kleinen Probleme wirklich gelohnt hat. Die Orga hat hier etwas auf die Beine gestellt, was den Status „Mega“ definitiv verdient hat. Klar gab es ein paar kleine Ärgernisse, aber hey, es war das erste Mega für das Orgateam und jeder der schonmal etwas Größeres organisiert hat weiß: Planbar ist alles, ob die Planung dann jedoch in allen Details wirklich aufgeht ist ungewiss und schief läuft eigentlich immer etwas.

Wir haben den Aufenthalt jedenfalls absolut genossen und werden die schönen Tage, in denen wir verloren waren, noch lange in Erinnerung behalten.

 

 Tobits Part:

Im Großen und Ganzen hat Hannes ja schon alles wichtige erwähnt. Da er aber am Samstag doch recht lange unterwegs war, möchte ich noch einige Eindrücke ergänzen:

Alulein und ich nahmen am Samstag an einem der angebotenen Workshops zum Thema „Elektronikbasteleien“ teil. Leider nicht ganz das, was wir uns erhofft hatten. Man konnte zwar einige wirklich toll gemachten Basteleien live auf dem Tisch bewundern und bekam einige abgefahrene Dinge in einem Video präsentiert, aber außer wie man eine LED an einen Funkwecker lötet, gab es leider nichts weiter zu sehen. Ja, der Kurs richtete sich speziell an Anfänger und es ist klar, dass man ohne entsprechendes Fachwissen und/oder Erfahrung keine wetterabhängige 5-Segment-Anzeige in eine Tresortür gebaut bekommt. Aber ein bisschen mehr Input hatte ich mir dann schon erhofft, schade.
Ansonsten haben wir uns natürlich auch durch die Technikhallen gekämpft, versucht, das Bilderrätsel zu lösen und haben das lecker Wildschwein getestet. Die Essensmeile war am Samstag nämlich vergrößert worden, allerdings war die Auswahl für Vegetarier immer noch sehr bescheiden.
Wir haben die Orga belästigt, im Orgahaus Crossboccia gespielt und die Gastfreundschaft der Coburger genossen. Bis auf den Regen war das ein wirklich schöner Tag.

Mein Fazit:

Dank des Vorprogramms in Malchow und des Tauchausflugs hatte sich der Ausflug nach MVP schon mal gelohnt. LiMV krankte dann etwas am Lost Place Charakter und fürs Wetter und den damit verbundenen Problemen (Deaktivierung der meisten Lost-Caches) konnte keiner was. Ich hatte jedenfalls meinen Spaß: Mit dem Gelände, beim Tretbootfahren, mit den anwesenden Cachern, dem wirklich tollen Frühstück und der Orga (Grüße an Lauchi, Alex on Tour und Ellidor). Somit bereue ich es überhaupt nicht, die doch recht lange Anfahrt auf mich genommen zu haben, ich muss aber auch zugeben, dass es nicht soooo verkehrt war, Samstag gegen acht heimzufahren. ;)

 

One thought on “Tourbericht Part 2: Nach dem Museum – Lost in MV!

  1. Zitat:“Ja, der Kurs richtete sich speziell an Anfänger und es ist klar, dass man ohne entsprechendes Fachwissen und/oder Erfahrung keine wetterabhängige 5-Segment-Anzeige in eine Tresortür gebaut bekommt. Aber ein bisschen mehr Input hatte ich mir dann schon erhofft, schade.“

    Tja ihr lieben, das hättet Ihr ja gern in der Fragerunde anbringen können. Auch stand ich den ganzen Tag noch Rede und Antwort. Es ist schwer Themen zu finden die alle interessieren. Was hätten die anderen 34 gesagt wenn ich 60 minuten (mehr zeit war regulär leider nicht) über eine 7 Segment !!!!! Anzeige philosophiert hätte?

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