Nachts im Museum (LiMV-Vorglühen)

Nachdem wir uns entschlossen hatten, Lost in MV einen kleinen Besuch abzustatten, wurde schnell klar, dass eine Anreise am Freitag in Stress ausarten könnte. Um so erfreuter waren wir dann, als sich auf der Anmeldeseite die Möglichkeit bot, bereits am Donnerstag anzureisen, schließlich würde uns das ja die Möglichkeit geben, alles etwas zu entzerren.

Tja, Pustekuchen, wenige Tage nach der Anmeldung kam schon die Entschuldigungsmail: das Gelände kann definitiv erst am Freitag betreten werden. Gleichzeitig wurde uns aber auch eine mögliche Alternative aufgezeigt: das DDR-Museum in Malchow. Lauchi empfahl mir, mich doch mal an die Stoeckerloeperin zu wenden. Ihres Zeichens begeisterte Cacherin im MV und gleichzeitig Leiterin des Museums, angeblich sei ein kleines Vorevent geplant. Gesagt getan, die erste Antwort aus Mallorca direkt vom MallorGEO-Event lies nicht lange auf sich warten. Wir können gerne zu ihr kommen, es gibt mehr als genug Schlafplätze im Museum und sie versucht noch ein Event auf die Beine zu stellen. Das klang doch gut.

Die Monate vergingen, der August kam näher, doch kein Event in Malchow. Sicherheitshalber mal nachgefragt und im gleichen Zug auch, wie angeboten, unsere Anreise auf Mittwoch vorverlegt.

Am 3.8. ging es also los. Hannes und kleines_Hascherl in einem Auto und alulein und ich im anderen, machten uns auf die weite Reise in den Norden. Selbstverständlich wurden auf dem Weg nach Malchow einige Rastplätze leergecacht, was die Reisedauer zwar deutlich in die Höhe trieb, die Fahrt selbst aber deutlich entspannter machte. Eine Auflistung der Dosen erspare ich euch, es war nichts wirklich erwähnenswertes dabei. Für die Statistiker gabs auf diese Weise allerdings 6 Bundesländer und 10 Landkreise, auch nicht schlecht.

Gegen 17.30 kamen wir dann im beschaulichem Luftkurort Malchow an. Die Ortsdurchfahrt erinnerte mich doch recht stark an das Pflaster in Königsberg und nachdem wir die, zu diesem Zeitpunkt geschlossene, Drehbrücke überquert hatten, hatten wir unser Ziel auch fast erreicht. Nach leichten telekommunikativen Problemen wurde die Stoeckerloeperin doch noch auf uns aufmerksam und nach einer kurzen Begrüßung, wurde auch gleich mit einer Privatführung durch die Räumlichkeiten begonnen. Als ehemalige Kinomitarbeiter waren Hannes und ich natürlich ganz heiß darauf, das alte Kino zu erkunden, leider war von der cineastischen Nutzung nicht mehr viel zu sehen.

Danach ging es erstmal an die Uferpromenade, wo wir uns beim Italinier kulinarisch verwöhnen ließen und mit der Stoeckerloeperin über die DDR und die BRD quatschten. Danach gings noch bisschen cachen und dann ab in die Heia ins Museum.

Da am Donnerstag natürlich regulärer Betrieb im Museum war, mussten wir rechtzeitig aus den Ausstellungsstücken verschwinden. Nach einer kurzen Morgentoilette und einem Kaffee ging es erstmal zum Bäcker frühstücken und anschließend einige der Cacheempfehlungen abarbeiten. Station 1 war ein Lostplace. Kilroy und die Ziegelei stand auf dem Programm und so machten wir uns auf den Weg nach Plau am See, um das alte Gelände etwas zu durchstöbern. Ein weitläufiges Areal mit vielen Winkeln und Räumen. Im Gegensatz zu anderen Caches gab es hier für die Stages keine Koordinaten, man musste die aufgesprühte Grafik finden und dann in der Nähe suchen. Mit etwas Glück ist man recht schnell fertig, mit etwas Pech dauert es ewig. Nach der wirklich tollen, für uns letzten, Stage ging es an die Finalberechnung und es folgte ein Ausflug in die mückenverseuchte Pampa, der mit einer Filmdose belohnt wurde. Schade um den schönen Cache, das hat es dann doch etwas versaut.

Der nächste lohnenswerte Stop war das alte FDGB-Heim in Fincken. Ein recht gut erhaltener Lostplace, ein kleines NVA-Hotel könnte man sagen. Nach etwas erkunden und suchen konnten wir auch hier die Dose recht zügig finden. Es folgte nun eine etwas andere Art von Lost Place: eine alte Kirchenruine. Knappe 900 Jahre sind die Gemäuer schon alt, ein ganz besonderes Gefühl, wenn man dort durchstreift!

Danach war erstmal Mittag angesagt, auch wenn es schon später Nachmittag war. Auf dem Feldweg vor der Ruine wurde der Gaskocher ausgepackt und ein Test der mitgeführten Trekking-Nahrung unternommen. Das Zeug schmeckt sogar einigermaßen, bis man dann zum Gewürzklumpen am Boden kommt …

Als dann der Regen einsetzte, ging es flux zurück zum „Hotel“, wo schon eine Horde Cacher auf den Beginn des Events wartete. Der Grill wurde aufgebaut, angefeuert und dann setzte auch hier der Regen ein. :( Nach der kurzen Zwangspause ging es aber unbeeindruckt weiter, es wurde viel geredet, viel gelacht und vieles im Museum bewundert. Die Nacht selbst war für mich nicht ganz so angenehm. Schnarchwettkampf war angesagt und so war der Schlaf nicht ganz so erholsam wie die Nacht zuvor, als wir den Kinosaal noch für uns hatten.

Nach dem Frühstück ging es dann auf nach Rostock, Tauschen in der Ostsee stand auf dem Plan, aber das ist eine andere Geschichte …
Weiter gehts mit Lost in MV!

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