LOST in der Ostsee

Im Rahmen von lost in MV bot sich auch für Anfänger und Neugierige die Möglichkeit, einen Tauchcache zu absolvieren. In Kooperation mit dem DiveCenter Rostock (der Kooperationspartner war zu der Zeit noch unbekannt) sollte es zu einem Wrack in der Ostsee gehen. Mehr wurde zu diesem frühen Zeitpunkt nicht verraten. Außer Telefonnumer, Größe und Gewicht wollten die Organisatoren vorerst auch nicht mehr von einem wissen.

Von Mai bis August wurde es dann auch verdächtig ruhig um die ganze Sache und erst am Montag vor dem Event gab es mal wieder Infos: Das ganze findet nicht am Eventgelände statt, sondern in Rostock und Tobit, dein Termin ist Freitag um 12 Uhr. Klang im ersten Moment alles etwas unpraktisch, aber nach kurzer Überlegung war es von der Fahrtroutenplanung gar nicht so schlecht. Wir konnten vom Museum in Malchow direkt zur Tauchschule fahren und das Event selbst begann ja eh erst um 15 Uhr, somit keine lästige Fahrerei am Freitagabend oder am Samstag.

Somit ging es dann Freitagmorgen nach einem kurzen Stopp beim Bäcker vom Nachts-im-Museum-Event direkt hoch nach Rostock, wo wir, zur Überbrückung, im Süden noch einige Dosen abgreifen wollten. Der schlammige Untergrund hat uns dann aber schnell die Lust verdorben und nachdem wir noch einige andere Cacher getroffen hatten (Franken, was sonst …), ging es langsam zur Hohen Dühne. Am Tauchcenter wurden wir auch gleich von Torsten begrüßt und nachdem wir erstmal erklärt haben, was das mit dem Dosensuchen auf sich hat, bekamen wir noch ein paar Infos zu unserem Tauchgang. Die drei Stunden Zeitansatz haben mich dann zuerst doch etwas überrascht, aber das verging ja alles wie im Fluge.

Bevor wir uns in die Neoprenanzüge zwängen durften, gab es erst eine kurze Einführung bezüglich Ausrüstung und Ablauf des Tauchgangs. Nachdem wir das hinter uns hatten, ging es raus in den Regen (mal wieder) und wir durften die kleinen Blechschildchen mit unseren Nicks verzieren. Nun aber los, ab aufs Boot und hinaus auf die Ostsee! An Bord entdeckten unser geübten Cacheraugen dann auch recht schnell unser „Ziel“, die Dose war nämlich mit uns im Boot, auf zum FTF also! Nach 10min Fahrt waren wir schon am Ziel. Zu sehen war natürlich nichts. Die Tauchlehrer machten sich fertig und brachten schon mal die Dose nach unten, während die beiden Crew-Mädels den ersten aus unserer Gruppe dabei halfen, Jacket, Flasche und Gewichte anzulegen. Als vorletzter ging es dann für mich ins Wasser. Schwer bepackt ließ ich mich nach einer Gedenksekunde rückwärts über die Bordwand fallen, um nur einen Augenblick später wie ein nasser Sack im Wasser zu liegen, man könnte meinen, ich war noch nie schwimmen. Sofort war aber der Tauchlehrer an meiner Seite und signalisierte mir, ich solle doch mal den Kopf unter Wasser stecken und das Atmen mit dem Lungenautomaten versuchen. Das hat zwar kurz Überwindung gekostet, aber schließlich ganz gut geklappt und so wurde ich ins Schlepptau – oder eher gesagt Schiebetau – genommen und an der Ankerleine ging es dann die ca. 5m Richtung Grund. Auf dem Weg dorthin begegneten mir gleich allerlei Quallen und nach kurzer Zeit waren wir schon am mit Muscheln übersäten Wrack angelangt. Dort begann dann auch die kleine Schiebetour. Der Tauchlehrer übernahm die Steuerung und das Tarieren und ich konnte mich wirklich voll aufs Atmen, Flossenschlag und hin und wieder auf die Umgebung konzentrieren. Am Cache angekommen durfte ich dann mein Metallplättchen an der Kette anbringen und der Tauchlehrer entfernte sich mit meiner mit gebrachten Einwegknipse einige Meter, um ein paar Fotos von mir am Cache zu schießen. Danach durfte ich noch das restliche Wrack bestaunen und nach knappen 10 Minuten ging es auch schon wieder an die Oberfläche. Keine Minute zu früh für mich. Auf Grund der riesigen Flossen und des damit verbundenen Wasserwiderstands machte ich doch langsam mein Knöchel bemerkbar. Die letzte Überraschung kam dann auf der Leiter zum Boot. Ganz schön schwer der Krempel, wenn der Auftrieb plötzlich weg ist.

Für mich Nichttaucher war das eine tolle Gelegenheit, mal ins Tauchen hineinzuschnuppern und dabei noch einen Cache zu finden. Mit der professionellen Begleitung war das auch alles kein Problem und ein wirklich tolles Erlebnis, was am Anfang doch kurz Überwindung gekostet hat. Aber es hat sich definitiv gelohnt und viel Spaß gemacht, mal sehen, was so ein Tauchschein kostet. ;)

One thought on “LOST in der Ostsee

  1. OWD Kurs Preise: So um 250 €
    In CO gibt es mehrere Tauchschulen. Ich kenne den Thmas Ruby von der ersten Tauchschule und Thomas Dinkel von den Vestetauchern. Einen Teil meiner Ausbildung habe ich aber in der Ostsee im Urlaub gemacht (OWD), den Rest dann in CO bis auf den Trockentauchkurs. Nächster See mit einigermassen Sicht ist in Erfurt. Diesbezüglich lasse ich mich aber gerne eines bessseren belehren.
    http://www.etaco.de/index.php?cat=02_Kurse&page=01_Padi-nbsp~Diver

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