Back to the roots – Wandercache „Bilderbuchwanderung“ von 123MAINE

„Back to the roots – Damit sind unsere Caches gemeint. Waren unsere ersten verlegten Caches allesamt Wandercaches, so ist auch dieser wieder ein Wandercache, wie wir finden durch wunderschöne Landschaft.“

So lautet die Einleitung zum Wandercache „Eine Bilderbuchwanderung“ der 123MAINEs. 8km Wandercache durch eine schöne Landschaft sind also versprochen, das Listing gibt sonst nicht viel mehr preis, dennoch genügten dem kleinen Hascherl und mir der Name des Owners und eben genau diese beiden Angaben, um die 60 km Fahrt auf uns zu nehmen und die fränkische Schweiz mal wieder zu durchlaufen.

Nachdem wir mit dem Wetter doch mehr Glück hatten als vermutet, blieben die Regenjacken im Rucksack und auf ging es zur ersten Stage. Schon hier konnte man sehen das es sich um einen Wandercache der schöneren Art handelt, denn schnell ging es ab auf kleine Trampel/Wurzelpfade und weg von den breiten geschotterten „Waldautobahnen“. Als wir den ersten Micro dank schöner eindeutiger Stelle schnell finden konnten, waren wir erstmal etwas enttäuscht – doch nur Koordinaten? Nunja, mal sehen was uns noch so erwartet.

Angekommen an Stage 2 wurde das Konzept des Caches jedoch deutlicher und wir bestaunten die Idee der beiden Owner. Eigentlich simpel und doch irgendwie genial dieses Konzept – mehr zu verraten wäre jedoch ein Spoiler, der sicher unangebracht wäre.

Da wir ja nun wussten was zu tun war ging die Wanderung so richtig los. Stets war es eine tolle Wegführung, nur selten geschottert, oft eben die schmalen, nicht zugewachsenen Steige durch den Wald auf festem Waldboden, die einem Wanderer viel Freude bereiten. Links und rechts des Weges immer wieder die vielfältige Natur der Fränkischen Schweiz – Felsen, Bachläufe, weite Täler, dichte Wälder – eine Landschaft wie sie schöner und abwechslungsreicher kaum sein kann.

Während des Caches steht man nie vor gigantischen Knobelaufgaben, die auch die letzte graue Zelle zum rotieren bringt, nein, man achtet auf die Natur, betrachtet sie genau und zwischendrin sucht man immer mal wieder ein Döschen, um weiterzukommen.

Für uns lief der Cache bis ziemlich genau zur Hälfte absolut glatt, alle Stages waren fix gefunden und auch die Wegführung erschloss sich uns immer sofort. Genau am Wendepunkt jedoch dann die böse Überraschung. Diese Stage war für uns leider nicht zugänglich, eine Wiese, die gut 50 cm Wasser hatte, versperrte uns den Weg – Was nun tun? Nachdem auch die Telefonjoker nicht großartig mit den Infos dienen konnten, blieb uns eigentlich nur eines: weitermachen. Wenn es nicht klappen sollte, hatten wir doch immerhin eine tolle Wanderung genossen. Dank der Cachegestaltung wussten wir ja zumindest, wohin wir gehen mussten.

Gesagt getan, angekommen an der nächsten Stage war es gewiss, uns fehlte eine Komponente zur Finalberechnung – inwieweit uns das jedoch Probleme machen würde, war noch nicht klar, war im Endeffekt ja auch egal, denn ändern konnten wir eh nichts daran, und so ging es weiter. Die folgenden Stages waren alle fix gefunden und so standen wir dann letzten Endes mit der Finalberechnung da und überlegten, wie weit wir kommen. Dummerweise fehlte uns gerade die Zahl, die die Nordkoordinate definierte. Was hatten wir also? Eine Ostkoordinate, eine grobe Vorstellung, wie der Weg weitergehen könnte, und einen Hinweis für den Final – ob das genügen würde?

Tat es. Mit logischer Herangehensweise landeten das Hascherl und ich schnell in einem Gebiet, das geradezu perfekt für den Final war. Als dann die Ostkoordinate optimal passte und wir an einem Punkt waren, der mit dem Hinweis übereinstimmte, schlich sich ein leichtes Lächeln in unser Gesicht. Als ich auch noch deutliche Spuren von Menschen sah, waren wir schon siegessicher. Als das Hascherl dann noch eine Plastiktüte in der Hand hielt, bewaffnete ich mich schon mit dem Stift zum loggen – als sie dann die Plastiktüte öffnete und eine Bouldermatte präsentierte, packte ich den Stift wieder weg. War hier wohl doch nichts.

Durch diesen Fund amüsiert und angestachelt, versteckten wir die Matte wieder und suchten weiter, gab es hier doch noch viel mehr Ecken, die passen würden. Kurze Zeit später war es dann auch so weit, ein „Ich habs“ erklang von gar nicht allzu weiter Ferne und das kleine Hascherl saß mit einem breiten Grinsen auf dem Waldboden und machte sich an der Dose zu schaffen – Was für ein Erfolgserlebnis.

Für uns war dieser Wandercache ein absolutes Highlight in unserer Cachergeschichte. Wir hatten 5 absolut schöne Stunden in der Natur, die erst durch einen wirklich angenehm gestalteten Cache möglich waren.

Daher gibts von mir für jeden nicht lauffaulen, der Spaß an der Natur hat, hier eine ganz klare Empfehlung von mir!

Danke fürs Auslegen, liebe Maines!

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