Ein Jahr Geocaching

Bisschen spät, aber besser als nie! Am 24. Oktober jährte sich zum ersten mal meine Mitgliedschaft bei geocaching.com. Eigentlich, so mag man meinen, nichts besonderes, vor allem wenn man bedenkt, dass ich mich z.B. in einem Forum seit fast 10 Jahren (das ist 1/3 meines Lebens) aktiv beteilige.
Nun, aber irgendwie ist doch was besonderes, hat es doch mein Leben (und leider auch meinen Geldbeutel) auf eine gewisse Art und Weise verändert. Als kleine Einstimmung zunächst mein Jubiläums-Log am Schleifberg.

Wie kam ich zum Cachen? Nun, Hannes war schon etwas länger zu Gange und hatte bereits mehrmals gefragt, ob ich nicht mitgehen wolle, aber irgendwie war mir das Ganze doch etwas suspekt (der Eindruck festigt sich nach dem ersten Event selbstverständlich). Nun, irgendwann bin ich halt doch mal mit. Bewaffnet mit zwei WinMob Handys gings bei bewölktem Himmel los, Genauigkeit jenseits von Gut und Böse, an Stage 3 war dann am 23. auch Schluss. Aber Hannes und ich waren am nächsten Morgen immer noch motiviert genug, den restlichen Weg auf uns zu nehmen, nun ja, wir haben auch den ganzen Tag gebraucht. D4 Mysteries sind nicht wirklich was für Einsteiger. Eigentlich wars zum abgewöhnen … Immerhin konnten wir einen der Owner kennenlernen, das gab dem Cache, abgesehen von den schön ausgearbeiteten Stationen, noch einen Pluspunkt. Nach kurzer Stärkung im Göller kam daheim dann das Gefühl auf, man müsse noch bisschen was machen und so gings dann gleich zum ersten Nachtcache: Prappach 2. Der Cacheeinstieg hat sich dann anfangs überwiegend auf die Tradis in der Umgebung beschränkt, an Multis oder gar Mysteries (sofern man das Einsteigsrätsel überhaupt versteht) traut man sich ja nicht so wirklich ran.

Ich könnte hier an dieser Stelle natürlich meine komplette Cachergeschichte ausbreiten, aber das wird für den Leser langweilig und für mich zeitaufwendig, also beschränken wir uns einfach auf ein paar Highlights.

Ein wirklicher Höhepunkt sind für mich Earthcaches, ich weiß, hier gehen die Meinungen stark auseinander, aber mir gefällt das. Klar, es gibt nicht wirklich etwas zu suchen, dafür gibts im Normalfall aber schöne Plätze zu entdecken. Vor allem unsere Tour durchs Altmühltal war hier ein echtes Highlight und es war sehr beeindruckend, was die Natur so alles fertig bringt.
Ein weiteres Highlight sind für mich Events. Ja, auch hier gibts nichts zu suchen, dafür kann man jede Menge Gleichgesinnte kennenlernen, Erfahrungen umd Empfehlungen austauschen oder einfach nur quatschen. Herausheben möchte ich hier mal den 19v, der jeden Monat am 19. in wechselnden Lokalen in Erlangen stattfindet. Von der Stammcrew wurde man sofort freundlich aufgenommen und nach inzwischen acht Teilnahmen gehört man schon irgendwie dazu und freut sich jeden Monat aufs neue, sich mit den ganzen Leuten zu treffen.
Ansonsten gabs natürlich auch einige schöne Multis im vergangenen Jahr, z.B. inzwischen archivierte Lostplacecache Last Day of Duty oder der Domreiter-Rundgang in Bamberg. Eine Spielart des Multis, die mich auch immer schwer begeistern kann, ist der Nachtcache und da gab es fürwahr einige Sahnestücke zu erleben. Der hochgelobte Biohazard oder auch der sicherste Cache der Stadt für die Technikfreaks, der leider, leider archivierte verlorene Wald (tolle Story, super Stages und scheinbar jemand, der etwas dagegen hatte), aber auch Be schlau, use UV, der mir immer noch ein Grinsen ins Gesicht treibt, wenn ich daran denke, wie frech man mit UV-Farbe in der Stadt agieren kann.

Eigene Caches legen gehört natürlich auch dazu. Am Anfang ist man sicherlich versucht, eine Filmdose irgendwohin zu klemmen, aber Hannes und ich haben uns bei unserer Microserie bemüht, weder 08/15 Plätze, noch 08/15 Behälter zu verwenden. Seit wir zwei der kleinen Zeiler verlegen mussten, gefällt mir die Serie fast noch besser als zuvor. Natürlich haben wir uns auch an Multis gewagt, vor allem unser Abt, der damals zum ersten Event in Zeil gelegt wurde, wird immer wieder gelobt und gerne empfohlen. Auch der Steinzeit in Zeil als einfacher Multi in wirklich schöner Umgebung ist einen Besuch wert.

Natürlich gibts auch Schattenseiten beim Cachen. Abgesehen von miesen Dosen an miesen Ecken, die jeder von uns zur Genüge kennt, fällt mir da auch der 19.7. (was war noch gleich jeden 19.?) ein. Der Saugraben Erlangen führte leider zu folgendem, unschönen Erlebnis:


Das hat mir dann doch etwas den Sommer versaut und behindert mich immer noch.

Kommen wir zu einem kurzen Fazit: Außer einigem neuen Technikspielzeug (GPS, Taschenlampen), paar neuen Klamotten und Schuhen und vier Schrauben im Knöchel, hat mir das Cachen vor allem eins gebracht: Spaß in der Natur. Na gut, sagen wir draußen, in der Stadt wird ja auch gecacht. Ich bin an viele schöne Orte gekommen, die ich ohne den Reiz der Dose so wohl nicht besucht hätte und ich habe einige nette Leute kennengelernt, was will man also mehr?

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