Der Schatz der alten Silbermine

Eigentlich hatten wir den Samstag doch ganz anders geplant. Zuerst etwas T5 Cachen und dann GC1RDRH Der Schatz der Titanic angehen. Dummerweise spielte uns das Wetter jedoch einen Streich, es goss wie aus Eimern und somit war die Planung dahin. Was also tun? Da kam von Clumsysheep und Littlefooty der Vorschlag eine Karriere im Bergbau zu beginnen. Minen befinden sich ja bekanntlich unter Tag und sollten somit dem Regen trozten können, aber hey befanden uns in Nürnberg und nicht im Ruhrpott, Kohleabbau war mir hier nicht bekannt? Was hatte dies also zu bedeuten?

Sollte sich unter Nürnberg denn etwa ein noch nicht entdecktes Minennetz befinden? Die Rede ist vom Schatz der Silbermine. 4 Caches ausgelegt zu Weihnachten erwarteten uns. Der Owner Schnürlla entpuppte sich für uns an diesem Abend als Entdecker, grandioser Verstecker und ich möchte behaupten das er doch auch leicht Sadistisch veranlagt ist, dies jedoch zu begründen wäre ein zu großer Spoiler.

Angefangen hatte der Abend im bewährten Team mit Mika Mifizu, Clumsysheep und Littlefotty nun mit der Suche nach dem Erbe. Hier noch anfangs etwas verwirrt wussten wir doch recht schnell wie der Owner tickt: Eng, Nass und etwas Dreckig – das ist genau sein Ding. Ich möchte ja nicht wissen wie es bei Schnürlla zu hause aussieht ;) Leider bekamen wir an diesem Abend doch mal wieder mit das es auch Leute gibt die den Cachern nicht wohlgesonnen sind. Am letzten Hinweis zum Final wurden wir quasi bereits erwartet, der Anwohner mit seinem Hund kam sofort aus dem verborgenen als wir gerade ins Gebüsch krochen. Also so schnell und unauffällig wie möglich wieder weg, suchen konnten wir auch später auf dem Rückweg noch, wir hatten ja noch 3 Caches vor uns.

Weiter ging es mit der Begehung der Abbaukammer. Wieder eine Location bei der man sich wirklich fragt wie man so etwas findet, einfach nur klasse! Spaß hatten wir dann unter anderem so richtig am Final, als ich gerade erzählen wollte dass hier schon der ein oder andere seinen Stiefel lassen musste bzw im Schlamm verschwand, merkte ich plötzlich das Stehenbleiben eine verdammt doofe Idee war, ich kam nicht mehr heraus. Gute 30 cm im Schlamm wollte mich selbiger nicht mehr hergeben, es ging nur noch tiefer. Wieder einmal zeigte es sich das es gut ist im Team unterwegs zu sein. Dank Mika Mifizu konnte ich mich wieder befreien und nach recht langer Suchzeit konnten wir unseren ersten Final für diesen Abend in der Hand halten.

Aber da war doch noch was? Das Erbe wartete ja noch, der Anwohner war nun hoffentlich schon schlafen gegangen. War er, jedoch hatte ich ja bereits erwähnt das er wohl Cachern nicht wohlgesonnen ist. An der vorhin verlassenen Stage wieder angekommen mussten wir feststellen das die Station ruiniert wurde. Der Reflektor abgerissen, der Hinweis vernichtet. Die Finalkoords waren gerade noch ablesbar hier muss wohl leider Wartung her. Schade das es solche Leute gibt – Gott sei Dank war jedoch die Finallocation doch etwas weiter weg so das wenigstens diese Dose noch lebte, zwar ein schwacher Trost aber immerhin einer.

Nach einem kleinen Zwischenstopp an den Autos, einem Redbull und ein paar Keksen waren wir wieder so gestärkt das es weitergehen konnte. Nach den ganzen praktischen Übungen sollte nun mit der Bergbauakademie auch etwas Theorie folgen. An der ersten Stage angekommen war jedoch erstmal das Fluchen groß. Hier kamen die Gummistiefel aber doch gewaltig an ihre Grenzen. Ich opferte mich also, dachte ich doch das eine Gummihose die mit Textiltape an die Gummistiefel geklebt wurde dicht halten könnte. Gut, sie tut es für die ersten 2 Schritte, danach wird es einfach nur kalt und nass. Beinahe bis zum Schritt stand ich im Wasser, während ich zitternd meine Kamera herausholte um den Hinweis abzufotografieren. Nun schnell wieder raus, zurück zum Auto und umziehen. Irgendwie hatte es uns jedoch nun gepackt. Auch wenn ich eigentlich keine große Lust mehr hatte nochmals Nass zu werden, die zweite Stage ansehen musste doch noch sein. Diese war schnell gefunden und das Fieber wieder da –  Lass es uns durchziehen. Mika hatte praktischerweise noch ein zweites paar Gummistiefel, somit waren alle Rahmenbedingungen geklärt, weiter ging es. Schnell hatten wir alle Hinweise zusammen und begaben uns wieder unter Tage. Hier bekamen nun Mika und auch Clumsysheep nasse Füße und auch ich wurde erneut Nass – Diesesmal musste jedoch der Hintern dran glauben – den am Ende der Bergbauakademie wartete die Steigerprüfung auf uns. Es war am Ende wirklich nur noch Schinderei, dennoch taten wir es gerne, zudem wenn man eh schon nass ist, was solls.

Alles in allem lieferte Schnürlla hier eine Abendgestaltung ab die jede Menge Spaß macht. Von meiner Seite aus gibt es hierfür klar eine Empfehlung, so etwas sieht man nicht alle Tage!

Viel Spaß mit dem Muskelkater nach der Stollenbegehung,

Hannes

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