Wir bauen uns ein Steinmännchen

Steinmann oder Steinmännchen sind aufeinander gestapelte Steine in Form kleiner Hügel oder Türmchen als Wegzeichen. Sie sind eine archaische Markierung, die bis heute weltweit benutzt wird. Diese Wegmarkierung soll, insbesondere in unwegsamem und unübersichtlichem Gelände – wie Gebirge, Hochgebirge, Steppe und Wüsten – die Orientierung erleichtern. Steinmännchen sind oder waren in allen besiedelten Gebieten der Erde verbreitet. In verschiedenen Kulturen sind mit ihnen weitere, oft religiöse Gebräuche verbunden. Diese Markierungen sind von manchmal ähnlich aussehenden Hügelgräbern zu unterscheiden.

Die Idee haben Hannes & ich in Schweinfurt „geklaut“ oder nennen wir es wir haben uns inspirieren lassen. Pünktlich zum Jahreswechsel haben Anke und ich dann in Roßtal unser kleines Steinmännchen ausgelegt, trotz Schneemassen wurde es bisher 27x „gefunden“ und ich gehe stark davon aus, dass diese Zahl im Frühling und Sommer noch stark ansteigen wird. Unerfreuliches gabs leider auch schon. Die Stifte zum beschriften der Steine wurden bereits am ersten Tag geklaut, herzlichen Dank hierfür.

Am Samstag war nun das Zeiler Steinmännchen dran. Exemplarisch hier nun die Vorgehensweise für diese Art von Cache. Zunächst braucht man, wie bei jedem Cache, einen geeigneten Platz für das Ganze. Sollte man sich den eigenen Vorgarten aussuchen, wäre es sinnvoll,  die Nachbarn auf die zu erwartenden Menschenmassen vorzubereiten, nicht dass immer die Polizei gerufen wird, sobald in der Dämmerung mehrere Gestalten mit Steinen in der Hand im Garten rumturnen. Ist der Platz ausgemacht, braucht man Steine und Stifte. Steine gibts z.B. beim orangen Bieber in unhandlichen, dreckigen Plastiksäcken in verschiedensten Größen oder zu überteuerten Preisen im Minisäckchen im Dekoladen. Stifte gibt’s im Müller. Bewährt hat sich der Lackmarker von Edding (E 750 oder 751), den gibt’s in tollen Farben (weiß sollte auf jeden Fall dabei sein) und er hält gut auf Stein. Nur das Schütteln und Pumpen stört etwas, aber irgendwas ist ja immer. Nach dem Einkauf macht man sich erstmal Platz. In diesem Fall hieß das Schnee räumen, Pflanzen entsorgen, einebnen und den Stein mit dem Logo passend platzieren und sichern. Tüte kleinen Kies hinzugeben, schön verteilen und man ist auch schon fast fertig. Die eklige Tüte mit den größeren Steinen hinkippen, proforma abgeduscht, damit der größte Dreck zumindest mal weg ist und noch eben die Munitionskiste deponieren. Die bietet sicheren Platz für die Stifte und Tauschgegenstände. Anschließend alles schön fotografieren, damit man was zum zeigen hat und ab ins warme Haus, Listing tippen und auf die Veröffentlichung warten. Fertig.

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