Drive-In: Was kleines zu mitnehmen und wie man es nicht machen sollte.

Ich gestehe, ich mag Micros, ich mag Drive-Ins. Dies ist ansich noch nichts schlimmes, denn es gibt genügend Micros die nicht die typische Massenwerferei sind und auch genug Drive-Ins, die nett gemacht sind. Gerade jetzt im Winter fehlt eben leider die Lust, sich fünf Stunden durch die Kälte zu quälen um dann am Abschlussrätsel zu scheitern.
Wenn ich weiß, dass es auf Dienstfahrten geht und es wahrscheinlich ist, dass ich Zeit habe um mal fünf Kilometer Umweg zu fahren, wird am Abend vorher geocaching.com geöffnet. Die geplante Route im Auge wird dann gezielt nach kurzen Tradis, TB-Hotels und ähnlichem gesucht. Auch Rätsel werden angesehen, eventuell ist ja was passendes dabei.
Auch auf meiner Tour nach Bayreuth waren Caches und Zeit auf dem Rückweg vorhanden.
Also das erste TB-Hotel angesteuert, runter von der Autobahn. Pendlerparkplatz war fix ausgemacht, die Cachingroutine war am Werk.
Mit dem HTC HD2 den Cache gesucht und dank guter Koordinaten und nicht zu schwierigem Versteck sehr schnell gefunden. Gelogged, zwei TBs mitgenommen, um ihnen bei ihrer Reise weiterzuhelfen.
Ok ich hatte dank Turnschuhen kalte und nasse Füße, aber ich hatte eine kleine Pause und Spaß beim Suchen – So muss das sein!
So motiviert musste ich trotz des Wetters meinen zweiten Cache angehen, also wieder rauf auf die Autobahn und ab zum nächsten Parkplatz.
Und nun zum Ärger. Ich frage mich langsam ob sich Cacher manchmal etwas beim legen denken. Wenn ich einen Parkplatz schon zum zweiten mal bedosen muss – mal ehrlich, ein Cache pro Parkplatz reicht doch wirklich und der bereits vorhandene war wenigstens witzig – dann doch bitte nur dann, wenn ich auch Erfahrung beim legen habe.
Mir kam es direkt so vor als ob dem Cacher folgende Gedanken durch den Kopf gegangen sind:
1. Ich habe am Parkplatz in anderer Fahrtrichtung ja schon einen
2. Hey ich hab ja noch nen Petling/Filmdose/sonstiges kleines Gefäß über
3. Kreativ verstecken? Gibt genug Möglichkeiten – da werd ich doch was finden
4. Auch wenn da schon ne Dose liegt, der Parkplatz ist doch länger als 161 Meter
5. Das ist ein Parkplatz, da muss ich nicht aufpassen die Cacher sitzen eh auf dem Präsentierteller
Vor allem Punkt 3 ging mal so richtig nach hinten los! Anstatt die Hänge mit den daraufliegenden Steinen die diversen Bänke zu verwenden, wurde die Dose einfach mal in das Waldstück zwischen Autobahn und Parkplatz geworfen. Wurde wohl, denn gefunden habe ich es nicht. Dies liegt aber nicht an meinen Suchkünsten sondern an Punkt 5.
Das Waldstück ist nämlich direkt in Sichtweite der Durchfahrt und auch alle LKW Fahrer beobachten dieses Waldstück. Nachdem es dort wohl eine Serie von LKW Diebstählen gab, kontrolliert also die Polizei regelmässig und die LKW Fahrer sind auch sensibilisiert.
Die grünen Freunde waren dann auch mein Problem, nach 10 Minuten des Suchens vernahm ich eine erhobenere Stimme: „Hallo, Sie da, kommen Sie bitte unverzüglich aus den Grünanlagen!“ Gesagt getan und schon in Erklärungsnot gewesen. Nachdem mir dieses mal wirklich keinerlei Ausrede in den Kopf kam musste die Wahrheit herhalten. Das war wohl auch der Grund warum ich mit einer Verwarnung davon kam, dennoch geärgert habe ich mich wahnsinnig.

Bitte bitte, liebe Cacher, macht doch erstmal einige Caches und legt dann und bitte legt nicht zwangsweise weil es sich vom Namen so gut anbietet – Überlegt einfach was auch euch Spaß machen würde.
Micros kann man super Verstecken, etwas Kreativität und schon machts Spaß. Das Döschen den Baum raufgezogen, eingegipst in einen großen Stein der in die Gegend passt oder aber in einemn Holzscheit. Wenn es so weiter geht, wird der Ruf der Cacher und vor allem der kleinen Traditionals nur noch mieser als er es eh schon ist.
Happy Hunting!
Hannes

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