Von drauß vom Trail da komm ich her…

Ich glaube es ist Zeit das auch ich mal wieder etwas von mir gebe 😉

Wie Tobit es schon auf unserer Facebookseite schreibt, er tut so etwas nicht gerne – aber stop ich muss zurückspulen, was tut er denn nicht gerne?
Gemeint sind Powertrails. Für die unwissenden unter uns: (Power)Trails sind Runden mit vielen Dosen – jeglicher Cacheart – die innerhalb von „kurzer“ Zeit bzw. mit „kurzem“ Abstand gefunden werden können.

Kurz ist hierbei allerdings Interpretationssache, denn in der Regel geht schon ein Tag oder zumindest mehrere Stunden drauf. Während dieser Zeit findet man jedoch auch ordentlich Döschen, ob diese schön sind oder nicht, hängt allerdings sehr stark vom jeweiligen Trail ab.

Bei Powertrails scheiden sich auch die Geister ob man sie braucht oder nicht, ob man sie mag oder nicht. Eins ist klar, es gibt gute und schlechte Powertrails.

Wie definiere ich das ganze? Bei einem schlechten Powertrail hat der Owner einfach nicht nachgedacht. Die Dosen sind im wahrsten Sinne des Wortes nur hingeworfen, die Beeinträchtigung der Natur wurde nicht berücksichtigt, die Dosen werden schlecht gewartet oder sollen von den Findern doch einfach gewartet werden. Solche Trails leben dann auch meist nicht allzu lange.

Es gibt jedoch auch die guten Trails. Diese müssen in meinen Augen folgende Kriterien erfüllen:

Durchdachte und schöne Wegführung

  • Caches liegen in der Nähe des Weges und sind so eindeutig findbar, das nicht die halbe Umgebung um den Cache herum zerstört wird
  • Es sind nicht nur einfache Filmdosen/ Petlinge sondern durchaus mal liebevollere Dosen/ tolle Verstecke
  • Die Dosen sind vernünftig gewartet
  • Mit dem Grundbesitzer (Jäger, Pächter, was auch immer) ist abgeklärt das die Runde dort liegt und auch liegen darf

Sind mindestens diese 4 Kriterien erfüllt, so kann so ein Trail auch richtig Spaß machen.

Mir zumindest macht er das. Ich muss ehrlich zugeben, ob ich nun 1 Multi mit 15 km und xx Stages mache oder einen Trail mit 15 km und xx Dosen mache ist mir relativ egal. Suchen tue ich bei beidem, ich logge halt anschließend am PC mehr – wobei das vernünftige Loggen eines Multis teilweise tatsächlich länger dauert als der Einheitslog eines Trails 😉 Wichtig ist mir das es Spaß macht, das die Leute mit denen man unterwegs ist passen, die Dosen nicht frustrieren und ich die Natur genießen kann.

Und damit dies hier nicht nur Geschwafel ist, komme ich auch gleich zu ein paar Positivbeispielen für solche Trails:

Beginnen wir mit der „Gottesgarten am Obermain“ Runde. Alle 86 Dosen dieser Runde in der Nähe von Bad Staffelstein sind Mysteries die zuerst mal gelöst werden wollen. Für den halbwegs geübten Cacher sollte die Lösung kein wirkliches Problem sein, für mich nahm sie ungefähr 3,5 Stunden Zeit in Anspruch. Nachdem alles gelöst ist, kann man sich auf eine 24 km lange Runde mit 480 Höhenmetern freuen. Zu absolvieren ist diese entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad, wobei hier mein Tip eindeutig in Richtung Rad geht. Beginnt man bei #39 und macht die Runde Rückwärts passt dies perfekt und man hat auch was die zu bewältigenden Steigungen angeht, das schlimmste Stück in der Abfahrt und muss es nicht hochfahren. Alles in allem ist die Wegführung sehr gelungen und auch die Dosenverstecke bis auf 1 Dose (#28) wirklich gut gemacht. Es kommen sogar hin und wieder größere Dosen bis hin zur Größe Normal mit Tendenz zu Large vor. Kleines_Hascherl und ich absolvierten diese Runde mit den Trekkingrädern in knapp 7,5h wobei wir lediglich eine kurze Pause von ca 15 Minuten einlegten. Die Entfernungsangabe aus dem Listing deckte sich mit unserer gemessenen.

Viele der Leser erinnern sich sicher auch an das PC Spiel „Moorhuhnjagd“ welches in seiner Anfangszeit einen richtigen Hype hatte und quasi von jedem gespielt wurde. Timake haben es diese Hühner wohl so angetan, das ein richtig liebevoller Trail her musste. Die Moorhuhnjagd ist eine Runde, bestehend aus 23 Mysteries + Bonus in der Gegend von Weiden. Das Lösen der Mysteries kann leider aufgrund der Verwendung von Certitude – ein Checker bei dem man die Antwort als Text eingibt und Koordinaten erhält –  manchmal zum Geduldsspiel werden, allerdings helfen die Owner hier sehr fix weiter wenn das Ding mal nicht so tut wie es soll. Wenn man die Mysteries gelöst hat geht es zum Outdoorteil, der deutlich schöner ist als die Rätselei. Bereits an der ersten Dose merkt man eins: Hier hat jemand Arbeit reingesteckt. Lediglich ganz selten – wenn ich meiner Erinnerung trauen darf 3 mal – findet man lediglich einen Petling, deutlich öfter mindestens nette Verstecke und hin und wieder sogar richtig aufwändige Basteleien. Leider war die Runde als kleines_Hascherl und ich sie absolvierten etwas Wartungsbedürftig, das hatte uns der Owner jedoch vorher schon gesagt, er kam leider aufgrund der Vorweihnachtszeit nur nicht dazu. Um die Runde zu machen rate ich eindeutig zum Fahrrad, denn die Wege geben es locker her, solange man es nicht mit dem Rennrad machen möchte. Aufgrund dessen das wir uns über die Wege unsicher waren und eh mehr lust zum Laufen hatten, absolvierten wir die Runde zu Fuß und gut 3 h und 10,9 km (also etwas weniger als das was der Owner angibt).

Zu guter Letzt wäre dann noch der Rot-Weiß Trail bei Feucht (Nürnberg). Dieser Trail mit 40 Tradis und 4 Boni ist ein Gemeinschaftswerk von lupo100 (RW-01 bis RW-10), das-sadistenteam (RW-11 bis RW-20), ChristianGK (RW-21 bis RW-30) und dieMäuse (RW-31 bis RW-40). Jeder der Owner hat neben den Tradis auch noch einen Bonus zum Trail gemacht. Hier waren wir dann auch mal zu Viert (Tobit81, alulein, kleines_Hascherl und meine Wenigkeit) unterwegs und absolvierten diesen Trail zu Fuß in 16,9 km und 5 Stunden 15 Minuten. Der Teil von lupo100 waren durchweg Smalldosen die immer sehr schnell und schneesicher zu finden waren. Obwohl die Hints (Links oder Rechts…) sehr spärlich waren, musste man nicht wild durch die Natur trampeln sondern konnte recht zielsicher dem Trampelpfad zur eindeutig versteckten Dose finden. Hin und wieder hing auch eine Small-Lock&Lock Dose einfach im Baum an einem Stahlseilchen, eine einfache Art die Dose schneesicher zu machen und obendrei findet man das Döschen dann auch richtig fix. Beim Sadistenteam könnte man fast meinen das der Name Programm war, zumindest wenn man, wie wir, im Winter sucht. Zwar waren auch hier alle Dosen der Kategorie Small, allerdings war der Hint oftmals veraltet und die Dosen unter 10-15 hohem Schnee vergraben. Gepaart mit nicht hundert Prozentig genauen Koordinaten, stellte das doch mehrmals eine ordentliche Herausforderung dar. Ich denke ohne Schnee ist es sicher einfacher/ Eindeutiger, mit Schnee könnte man aber in jedem Fall 0,5-2 D-Sternchen oben drauf legen. ChristianGKs Dosen waren lediglich Micros in Form von Filmdöschen, die allerdings durch die Art des Verstecks auch immer problemlos auffindbar waren. Leider hat Christian zusätzlich noch den Streckenabschnitt bekommen der an der Autobahn entlang läuft, was einem doch etwas den Spaß nimmt. Den Abschluss machten dann wieder Small-Lock&Lock Dosen von dieMäuse. Hier konnte wieder alles fix und gut gefunden werden, zwar waren die Koords teilweise gut off, durch die Hinweise war es jedoch kein Problem die Dosen zu bekommen. Was die Boni angeht, so kann man nach Schulnoten meiner Meinung nach wie folgt bewerten: Lupo100: 2+, das-sadistenteam: 2, ChristianGK: 4+, dieMäuse: 1- . Alles in allem war es auf jeden Fall eine wirklich schöne dosenreiche Runde die mir gut gefallen hat.

 

So soweit erstmal von mir!

Bis bald im Wald,

Hannes – mittlerweile bei Geocaching.com unterwegs als Myopus

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